Heilungschancen bei einer Infektion mit Borreliose

Am größten sind die Heilungschancen bei einer Infektion mit Borreliose, wenn diese rechtzeitig entdeckt und therapiert wird. Geht man sofort nach einem Zeckenstich und eintretender Wanderröte zum Arzt, besteht eine 85-bis 100-prozentige Heilungschance.

Leider gibt es viele Betroffene, die sich nicht daran erinnern können, je einen Zeckenstich gehabt zu haben. Oft treten Beschwerden erst Wochen oder gar Jahre nach der Infektion mit Borreliose auf. In diesem späten Stadium oder wenn die Borreliose erst einmal chronisch geworden ist, sinken die Heilungschancen. Es kann zu dauerhaften Beschwerden kommen, insbesondere im Bereich der Gelenke.

Dauer der Behandlung und erneuter Test sind wichtig

Behandelt man die Borreliose zu kurz, kann passieren, dass die Symptome durch die Einnahme der Medikamente unterdrückt wurden, aber die Probleme zu einem späteren Zeitpunkt wieder zurückkehren. Daher ist es ratsam, acht bis zwölf Wochen nach Beginn der Behandlung erneut einen Test durchzuführen. Als geheilt kann man einen Betroffenen dann bezeichnen, wenn zwei Jahre lang keine Symptome mehr aufgetreten sind und ein erneuter Bluttest ebenfalls negativ ausfällt.

Erneute Infektion mit Borrelien ist möglich

Egal, welche Behandlungsmethode gewählt wird: eine Infektion mit Borreliose und eine Therapie bedeuten nicht, dass die betroffene Person danach immun gegen Borreliose ist. Es kann jederzeit zu einer neuen Infektion kommen.

Je schneller eine Borreliose erkannt und mit einer Therapie begonnen wird, desto größer sind die Heilungschancen.