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Autor: Deutsches Chroniker Labor

Borreliose Erfahrung Borreliosekrank Daniela Forster

Statt Borreliose wurden Panikattacken diagnostiziert

Daniela Forster war gerade mit ihrem zweiten Kind schwanger, als sie von einer Zecke gestochen wurde. Schon bald darauf begannen die Symptome. Die Ärzte diagnostizierten stressbedingte Panikattacken. Auf Borreliose kam man erst zwei Jahre später. Uns schrieb Daniela Forster ihre Geschichte.

„Eigentlich fing alles im September 2020 an. Das dieser Zeitpunkt mein Leben für die nächsten Jahre oder vielleicht auch für immer verändern würde, ahnte ich noch nicht. Ich war zu dieser Zeit schwanger, unsere Tochter war für Dezember 2020 ausgerechnet.

Nach einem Spaziergang im September 2020 bemerke ich am nächsten Tag, dass mich etwas an meiner linken Wade juckt. Es war eine Zecke. Da ich noch nie eine hatte und auch noch nie entfernt hatte, wartete ich einige Stunden, bis meine Schwiegermutter frei hatte und mir die Zecke ziehen konnte. Unwissend über das, was folgte, machte ich in dieser Zeit ein Pflaster über die Zecke, um zu verhindern, dass ich sie aus Versehen abreiße oder drankomme. Nachdem die Zecke gezogen war, war für mich das Thema erledigt.

Zu den ersten Symptomen nach dem Zeckenstich gehörten Blasenentzündungen, Herzrasen und Panikattacken

Im Oktober 2020 kamen eigentlich schon die ersten Symptome. Ich bekam ständig Blasenentzündungen, die trotz Antibiotika kaum wegzubekommen waren. Weiter ging es dann im Dezember 2020, kurz nach der Geburt meiner Tochter. Mir war plötzlich sehr oft schwindelig. Dazu kam immer mal wieder ein Piepen auf meinem Ohr. Ich habe mir immer noch nichts dabei gedacht. Schließlich hatte ich ja auch etwas Schlafmangel und mit 2 Kindern auch etwas Stress.

Anfang Januar 2021 bekam ich plötzlich eine Hornhautentzündung im linken Auge. Dafür bekam ich dann wieder Antibiotika. Ein paar Tage später folgte der große Zusammenbruch. Von jetzt auf gleich wurde mir so schwindelig, dass ich nicht mehr wusste, wo links und rechts ist. Es piepte in meinem Ohr, Hitze ging durch meinem ganzen Körper, mein Herz raste. Ich dachte, ich werde jeden Moment ohnmächtig. Fürchterliche Panik überkam mich. Ich hatte Angst zu sterben. Mein Zustand wurde nicht besser, also fuhren wir ins Krankenhaus. Dort kam der erste Dämpfer. Nachdem man mich nach meinen Symptomen und meiner Lebenssituation befragte hatte, war die Diagnose Panikattacke durch Stress. Schließlich hatte ich vor kurzem erst ein Kind bekommen.

Statt Borreliose wurde eine Depression diagnostiziert

Die Panikattacken häuften sich auch an den nächsten Tagen weiter. Ich ging zu meinem Hausarzt. Leider war für ihn die Diagnose ganz klar. Depressive Episode nach Schwangerschaft. Ich fühlte genau, dass etwas mit meinem Körper nicht stimmt, aber leider hat mir keiner geglaubt.

Einen Abend brach ich bei einem Abendessen bei meinen Eltern zusammen. Meine Mutter rief den Krankenwagen, der mich zur Kontrolle ins Krankenhaus brachte. Dort erzählte ich von der Zecke, da wir in der Familie schonmal einen Fall von Borreliose hatten. Aber ein Zusammenhang meiner Symptome mit der Zecke und einer eventuellen Borreliose wurde von dem Arzt verneint. Er meinte, das könne nicht sein und es wäre viel zu aufwändig, das zu testen. Ich hätte wohl einfach wieder eine Panikattacke bekommen wegen zu viel Stress. Ich solle mir einen Psychologen suchen und zum Neurologen gehen.

Der Neurologe untersuchte mich nicht wirklich, bis auf ein MRT vom Kopf (ohne Befund). Auch für ihn war die Diagnose, welche ja auch auf der Überweisung stand: Depression. Er gab mir Antidepressiva und sagte, damit würde alles wieder gut werden. Da ich es nicht besser wusste, fand ich mich irgendwann mit dieser Diagnose ab, nahm die Antidepressiva und versuchte irgendwie weiterzuleben. Leider war ab diesem Moment nichts mehr wie vorher.

Die Angst zu sterben, die ganzen Symptome (Herzrasen, Beklemmungen, Schwindel, Herzstolpern, Panikattacken, furchtbare Wadenschmerzen in der linken Wade, Watte im Kopf, Tinnitus und noch viele mehr) blieben und kamen immer und immer wieder. Ich konnte nicht mehr allein sein, immer war einer bei mir, meist meine Oma, wofür ich ihr immer noch sehr dankbar bin. Mein Mann musste leider arbeiten gehen. Er hat sich nach der Arbeit um Haushalt und beide Kinder gekümmert. Auch ihm bin ich dankbar, dass er mich nie alleine gelassen hat, auch wenn es sehr schwer war.

Erst zwei Jahre später wurde ein Borreliosetest gemacht, der positiv ausfiel

Die Zeit verging mit Höhen und Tiefen. Im September 2022 kam mein letzter schlimmer Zusammenbruch. Ich wachte mitten in der Nacht schweißgebadet, mit einem Brennen am ganzen Körper auf. Ich war mir sicher, dass ich jetzt einen Herzinfarkt bekomme und sterben muss. Ich hatte furchtbare Schmerzen im linken Arm. Das hatte ich immer mal wieder, aber diesmal war es wirklich schlimm. Daraufhin ging ich mit meiner Mutter zu einem Ostheopathen, der mir versicherte, dass meine Symptome von einer Blockade kommen und ich total verspannt bin. Ich versuchte ihm zu glauben. Nach vielen weiteren Besuchen bei ihm, machte er mich irgendwann auf Borreliose aufmerksam, da er selbst früher auch mal von einer Borreliose ähnliche Symptome hatte.

Meine Hausärztin musste ich mit Hilfe meines Mannes zu dem Borreliosetest überreden. Sie sagt, es werde keine Borreliose sein, es wären dann nur Gelenkschmerzen, die ich davon hätte. Außerdem sei der Zeckenstich ja schon über 2 Jahre her. Ich solle nicht zu viel hoffen, dass es Borreliose ist. Das war im Januar 2023.

Nach einer Woche waren wir wieder zur Besprechung bei der Ärztin. Das erste, was sie sagte war: „Frau Forster, ich muss mich bei Ihnen entschuldigen, Ihr Test auf Borreliose war tatsächlich positiv.“ Sie verschrieb mir allerdings nur für 3 Wochen ein Antibiotikum und war der Meinung, dass ich dann wieder geheilt wäre.

Da ich mich belesen habe zu Borreliose, wusste ich, dass das nicht ausreicht und suchte mir eine Spezialistin in meiner Nähe. Bei ihr bin ich seit Februar 2023 in Behandlung und nehme zurzeit Minocyclin; erstmal bis Ende Mai und dann wird nach einem weiteren Test und meinen Symptome geschaut, wie die Behandlung weitergeht.

Mir geht es mittlerweile etwas besser, wenn es auch mal Tage gibt, die nicht so gut sind. Das könnte allerdings auch an der Herxheimer Reaktion durch das Antibiotikum liegen. Meine Panikattacken sind so gut wie weg. Manchmal überkommt mich noch etwas Angst, aber das habe ich mittlerweile ganz gut im Griff. Die dauerhaften Schmerzen in meiner linken Wade sind seit 2 Wochen auch endlich komplett weg. Der Schwindel, Nackenschmerzen und Brustbeklemmungen überkommen mich immer mal wieder, aber alles in allem kann ich wieder ganz gut leben und sogar wieder schöne Momente genießen, ohne dass es mir schlecht geht. Ich merke, dass ich den richtigen Weg gehe und irgendwann alles wieder gut wird. Davon bin ich überzeugt.

Ich rate allen, die vielleicht ähnliches durchmachen, nicht aufzugeben und euch schon gar nicht in die Psychoecke drängen zu lassen. Das wird nämlich leider immer viel zu schnell gemacht…

Ich danke meiner ganzen Familie, meinen Eltern, Großeltern, Schwiegermutter, meinem Schwager und meiner besten Freundin, dass sie die ganze Zeit für mich da waren und mich nicht alleine gelassen haben. Besonders möchte ich meinem Mann danken, der immer an meiner Seite war.“

Daniela Forster

(Foto: Daniela Forster)

Die haeufigsten Fragen zu Zecken Foto mirkograul stock.adobe

Die häufigsten Fragen zu Zecken

©mirkograul/stock.adobe.com

Zecken werden in Deutschland immer mehr zum Thema. Mit dem Klimawandel steigt ihre Anzahl; aufgrund milder Winter sind sie länger aktiv. Dadurch werden jährlich auch mehr Fälle von Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) und Borreliose gemeldet, beides von Zecken übertragene Krankheiten. Wir beantworten die häufigsten Fragen zu Zecken.

 Wie viele Zeckenarten gibt es in Deutschland?

Weltweit existieren über 900 Zeckenarten. Etwa 15 davon in Deutschland. Allerdings breiten sich aufgrund des veränderten Klimas inzwischen auch nichtheimische Zecken bei uns aus. Dazu gehört unter anderem die Hyalomma-Zecke aus Afrika. Sie wurde 2015 das erste Mal in Deutschland entdeckt. Auch die braune Hundezecke, die eigentlich im Mittelmeerraum beheimatet ist, wurde ins Land geschleppt und taucht inzwischen häufiger auf.

Welche Zecke kommt in Deutschland am häufigsten vor?

Der Gemeine Holzbock ist die bei uns häufigste und bekannteste aller Zeckenarten.  Beheimatet in Europa und Nord-Afrika, hält er sich in Wäldern, Parks, Wiesen, Gärten und  an Wegrändern auf. Je nach Entwicklungsstadium nutzt der Holzbock Nagetiere, Vögel und Reptilien, aber auch Wildtiere, Pferde, Hunde und Menschen als Wirte.

Wann beginnt die Zecken-Saison?

Die Zeckensaison geht in der Regel von Februar bis Oktober. Die aktive Zeit ist aber stark temperaturabgängig. Erst bei Temperaturen von dauerhaft unter 7 Grad Celsius, fallen die Zecken zu ihrem eigenen Schutz in eine Winterstarre. Da die Winter in Deutschland aber immer wärmer und kürzer werden, sind auch die Zecken länger aktiv als je zuvor.

Fallen Zecken von Bäumen?

Nein, dass Zecken von Bäumen fallen, ist ein Mythos.

Wo halten sich Zecken auf?

Zecken sitzen im Unterholz, in Büschen oder auf Grashalmen und werden von dort beim Vorbeigehen abgestreift. Die in Deutschland eingeschleppte Hyalomma-Zecke kann ihren Wirten sogar über eine Distanz von bis zu 100 Metern folgen. Zecken lieben hohe Luftfeuchtigkeit und Wärme und halten sich an Orten mit diesen Gegebenheiten auf.

Können Zecken springen?

Nein, Zecken können nicht springen. Sie können lediglich krabbeln.

Beißen oder stechen Zecken?

Obwohl häufig von einem Zeckenbiss gesprochen wird, können Zecken nicht beißen. Zecken haben zwei Mundwerkzeuge (Cheliceren). Diese funktionieren wie eine Schere und reißen die Haut des Wirtes auf. Anschließend nutzen sie ihren Stechrüssel (Hypostom), um Blut zu saugen. Bezeichnet wird dies als Zeckenstich.

Wovon ernähren sich Zecken?

Zecken ernähren sich ausschließlich vom Blut ihrer Wirte, also der Tiere oder Personen, die sie stechen. Blutmahlzeiten sind wichtig für die Entwicklung der Spinnentiere. Einmal vollgesaugt, können sie allerdings über einen langen Zeitraum, sogar Jahre, von der Mahlzeit zehren.

Wie groß können Zecken werden?

Neugeborene Zecken, die Larven, sind bis zu 0,5 mm groß. Nach der ersten Blutmahlzeit wachsen sie zu Nymphen mit einer Größe von 1 bis 1,5 mm heran. Für Menschen sind sie dann besonders gefährlich, weil die winzig kleinen Tiere schnell übersehen werden. Eine ausgewachsene Zecke kann eine Größe von 3 bis 5 mm erreichen. Ein vollgesaugtes Weibchen kann bis zu 11 mm groß werden und wiegt rund 200-mal so viel wie vor der Blutmahlzeit. Die Größe unterscheidet sich aber von Art zu Art.

Wie lange dauert es, bis eine Zecke ausgewachsen ist?

Nach dem die sechsbeinigen Larven geschlüpft sind, dauert es nur wenige Tage, bis sie sich die erste Blutmahlzeit – meinst von Nagetieren, Eichhörnchen oder Igel – holen. Anschließend häutet sich die Zecke und wird zur geschlechtslosen Nymphe mit acht Beinen. Findet die Nymphe einen Wirt für eine Blutmahlzeit, häutet sie sich erneut und wird zur geschlechtsreifen, ausgewachsenen Zecke. Dieser Entwicklungszyklus kann zwei bis drei Jahre dauern.

Welche Temperaturen halten Zecken aus?

Zecken sind sehr widerstandsfähig. Bei Temperaturen unter 7 Grad fallen sie einfach in eine Winterstarre. Im Sommer fühlen sie sich besonders wohl und sind am aktivsten. Erst extreme Temperaturen von -20 Grad oder +60 Grad machen Zecken den Gar aus.

Wie lange kann eine Zecke überleben?

Die in Deutschland meist verbreitete Zecke, der gemeine Holzbock, lebt in der freien Natur in der Regel drei bis fünf Jahre. Mit jeder Blutmahlzeit entwickelt sich die Zecke weiter, bis sie ein ausgewachsenes Tier ist. Einmal vollgefressen, kann sie Jahre ohne Blutmahlzeit überstehen. Pflanzt sich die Zecke allerdings fort, ist ihr Ende abzusehen. Das Männchen stirbt nach der Begattung. Die weibliche Zecke stirbt nach der Eiablage.

Haben Zecken natürliche Feinde?

Zecken haben nicht viele natürliche Feinde. Am häufigsten werden sie von Vögeln, zum Beispiel Hühnern, gefressen. Auch Fadenwürmer und Erzwespen, Ameisen und einige Reptilien sowie parasitäre Pilzarten können ihnen zum Verhängnis werden.

Überleben Zecken im Wasser?

Ja, Zecken können auch im Wasser überleben. Da sie über Tracheen und nicht Lungen atmen und problemlos über Monate, gar Jahre, ohne Blutmahlzeit auskommen, halten sie bis zu drei Wochen unter Wasser aus. Spült man Zecken also in der Toilette runter, ist man sie zwar los, tötet sie aber nicht.

Werden Zecken in der Waschmaschine getötet?

Da Zecken im Wasser überleben und problemlos höhere Temperaturen aushalten, muss die Wäsche auf mindestens 60 Grad gewaschen oder in den Trockner gegeben werden, um sie zu töten. 

Sterben Zecken, wenn Sie vollgesaugt sind?

Nein, vollgesaugte Zecken sterben nicht. Zecken benötigen die Blutmahlzeit, um sich weiterzuentwickeln. Nur dank der Blutmahlzeiten werden aus Zeckenlarven Nymphen und aus ihnen wiederum ausgewachsene  Tiere. Haben Sie sich einmal vollgesaugt, können Zecken über Jahre ohne eine Blutmahlzeit auskommen.

Wie vermehren sich Zecken?

Zecken sind erst geschlechtsreif, wenn sie das Larven- und Nymphenstadium durchlaufen haben und ausgewachsen sind. Die männlichen Zecken sterben nach der Paarung. Die weiblichen Zecken benötigen eine Blutmahlzeit von bis zu 10 Tagen, um Eier bilden zu können. Dann verkriechen sie sich an lichtgeschützte Stellen auf dem Boden und legen bis zu 4.000 Eier ab. Nach der Eiablage stirbt das Weibchen. Manche Zeckenarten, z.B die Hyalomma, legen bis zu 20.000 Eier.

Wo stechen Zecken am häufigsten zu?

Generell können sich Zecken an allen Körperstellen niederlassen. Häufig sind sie an den Beinen, insbesondere Kniekehlen, dem Bauch und der Brust zu finden. Auch der Hals, die Ohren oder der Lendenbereich sind Ziele von Zecken. Bei Kindern stechen Zecken oft am Kopf und im Nackenbereich.

Wie gefährlich ist ein Zeckenstich?

Nicht jede Zecke ist Überträger von Krankheiten, aber 40 bis 50% von ihnen sind infiziert. Je länger die Zecke am Körper unentdeckt bleibt, desto größer wird das Risiko einer Ansteckung. Es besteht kein Grund zur Panik, aber es ist wichtig, achtsam zu sein und sich der Ansteckungsgefahr, die von Zecken ausgeht, bewusst zu sein.  Dies gilt insbesondere für Regionen, die als FSME-Risikogebiete gelten. Dort tritt die von Zecken übertragene Frühsommer-Meningoenzephalitis besonders häufig vor. Impfungen gegen die Krankheit sind dort dringend angeraten, auch für Urlauber.

Welche Krankheiten können Zecken übertragen?

Die am häufigsten von Zecken übertragenen Krankheiten sind Borreliose und Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME), eine Hirnhautentzündung. Da FSME schlimmstenfalls zum Tot führen kann, ist eine Impfung gegen die Erkrankung ratsam. Gegen Borreliose gibt es keine Impfung. Die Symptome der Erkrankung können vielseitig sein und reichen von Fieber, Bindehautentzündung und  Kopfschmerzen, bis zu Entzündungen der Gelenke und Nerven sowie Depressionen und Lähmungen.
Neben diesen beiden Krankheiten können aber auch häufig unterschätzte Co-Infektionen übertragen werden, die ihrerseits diverse Krankheiten auslösen können. Dazu zählen unter anderem Babesien, Rickettsien oder Chlamydien.

Wie erkenne ich, ob ich von einer infizierten Zecke gestochen wurde?

Eine Infektion mit Borreliose zeigt sich häufig am Auftreten der Wanderröte, einer deutlichen Rötung um die Stichstelle  herum, die sich im Laufe der Zeit ausbreitet. Diese tritt jedoch nicht immer auf. Stattdessen kann es zu einer Vielzahl unterschiedlichster Symptome kommen, die auch nach langer Zeit auftreten können und häufig nicht sofort mit einem Zeckenstich in Verbindung gebracht werden. Eine Borreliose bleibt daher oftmals lange unentdeckt. Typische Symptome für eine Erkrankung an FSME sind Fieber, Müdigkeit, Kopfschmerzen, Nackenstarre, Schwindel, Erbrechen und ein schlechtes Allgemeinbefinden.

Fallen Zecken von alleine ab?

Zecken fallen erst von alleine ab, wenn sie ihre Blutmahlzeit beendet haben. Je länger die Zecke am Körper verbleibt, desto größer ist das Risiko einer Ansteckung mit Krankheiten. Sie sollten deshalb nie so lange warten, bis eine Zecke von allein abfällt, sondern diese vorher entfernen.

Wie entferne ich Zecken richtig?

Zecken sollten sofort nach dem Entdecken, ohne zu quetschen, mit einer speziellen Zeckenzange, einer Zeckenkarte oder einem Nymphia-Zeckenentferner aus der Haut gezogen werden. Danach ist die Wunde zu desinfizieren und gegebenenfalls verbliebene Reste mit einer Kanülenspitze zu entfernen. Kleber, Öl oder andere Mittel sollten nicht verwendet werden, da sie dazu führen können, dass sich die Zecke übergibt, womit das Übertragungsrisiko steigt.

Was mache ich, wenn der Kopf der Zecke stecken bleibt?

Bleibt der Kopf der Zecke in der Wunde stecken, sollte er mit einer Kanülspitze entfernt werden. Funktioniert dies nicht, wird er in der Regel stecken gelassen. Es entsteht eine leichte Entzündung und der Kopf der Zecke wird über kurz oder lang abgestoßen. Bei Unsicherheiten sollte ein Arzt aufgesucht werden.

In welchem Urlaubsland gibt es Zecken?

Da es hunderte unterschiedliche Arten gibt, können Zecken fast überall auf der Welt vorkommen – von der Schweiz, über Finnland bis nach Australien und China. FSME ist nicht nur in Deutschland,  sondern auch besonders in Skandinavien und Osteuropa verbreitet. Informieren Sie sich am besten vor Ihrem Urlaub, ob es sich um ein FSME-Risikogebiet handelt und lassen Sie sich impfen. Suchen Sie nach einem Aufenthalt in der Natur ihren Körper nach Zecken ab.

Überleben Zecken in der Wohnung?

Ja, Zecken, die an der Kleidung oder mit Haustieren in die Wohnung getragen werden, können dort bis zu zehn Tagen überleben. Um sich zu vermehren, müssten Männchen und Weibchen vorhanden sein und zu einander finden, was möglich, aber eher unwahrscheinlich ist. Jedoch können auch bereits befruchtete Zecken durchaus in Ihrem Zuhause landen.

Sollte man Zecken, die einen gestochen haben, aufheben?

Zecken aufzuheben, nach dem sie einem gestochen haben, bringt in der Regel nichts. Stattdessen sollten sie getötet werden, um ein Davonkrabbeln und einen erneuten Stich zu verhindern. Wichtig ist, die Einstichstelle zu beobachten und auf Symptome zu achten, beziehungsweise einen Arzt aufzusuchen.

Wie kann ich mich vor Zecken schützen?

Es gibt verschiedenste Mittel, die vor Zecken schützen sollen. Einen hundertprozentigen Schutz gibt es jedoch nicht. Da mit zunehmender Saugdauer das Übertragungsrisiko von Infektionen zunimmt,  ist es wichtig, gleich nach Aufenthalt im Freien den Körper aufmerksam zu inspizieren und Zecken gegebenenfalls sofort zu entfernen. Bei Aufenthalt in der Natur ist helle, geschlossene Kleidung ratsam. Auf ihr sind Zecken leichter zu erkennen.

Kann man sich gegen Zecken impfen lassen?

Nein, eine Impfung gegen Zecken gibt es nicht. Es gibt auch keine Impfung gegen Borreliose. Lediglich gegen die von Zecken übertragene Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) gibt es eine Impfung, die allen Menschen in FSME-Risikobieten und Urlaubern in diesen Regionen dringend empfohlen wird. Der beste Schutz gegen Zecken ist die eigene Achtsamkeit.

Untersuchung Zytokine Chronische Erkrankung Foto MQ Illustrations.stock.adobe

Zytokin Profil des Deutschen Chroniker Labors gibt chronisch Erkrankten neue Hoffnung

Zytokine sind Botenstoffe des Immunsystems. Kleine Proteine, die für die Signalübertragung vom Immunsystem freigesetzt werden. Sie dienen der zellulären Kommunikation. Zytokine werden in allen Körperflüssigkeiten transportiert und regeln die Verteidigung des Immunsystems und den Schutz von Zellen und Gewebe.

Darüber hinaus regeln Zytokine das Wachstum, das Überleben, die Differenzierung und viele Aktivitäten der Zellen. Zum Beispiel die chronische Inflammation, oft leider nur „Silent inflammation“ genannt. Diese ist nicht silent, sondern infektionsbedingt. Die Zytokine, als Reaktion auf die Erreger, führen zur chronischen Entzündung, zur chronischen Inflammation. Genau diese ist nun messbar und damit ursächlich zu behandeln.

Zytokinbestimmung ermöglicht Entdeckung bisher unerkannter Infektionen

Bei der Diagnostik sind die Zytokine von zunehmender Bedeutung. Insbesondere bei chronischen Krankheitsprozessen, deren Ursachen oft nicht gesucht werden. Mittels der Zytokinbestimmung kann die Aktivität unentdeckter, über lange Zeit bestehender Infektionen entdeckt werden. Bei chronischen Infektionen führt die permanente Ausschüttung der Zytokine zu vielen kollateralen Schädigungen im Körper. Diese machen chronisch krank. Intrazelluläre Erreger – und um diese handelt es sich hauptsächlich bei chronischen Infektionskrankheiten – sind oft die Ursache der Ausschüttung der schädigenden Botenstoffe. Wie ein Stachel im Fleisch verursachen sie multiple Symptome und ein nicht abheilendes Krankheitsbild.

Die komplexen biologischen Abläufe sind im Körper chronisch kranker Patienten meist ins völlige Ungleichgewicht geraten. Das erschwert die Suche nach spezifischen Antikörpern der multipel infizieren Patienten, macht sie zum Teil gar unmöglich. Insbesondere deshalb, weil viele Patienten durch ihre betreuenden Ärzte zur Linderung der Beschwerden über längere Zeit mit Kortison behandelt wurden. Kortison unterdrückt die Antikörperproduktion, Antikörperteste bleiben deshalb oft negativ. Der Patient findet wieder keine Erklärung für seine chronische Erkrankung.

Nachweis chronischer Entzündungen, die bisher nicht nachweisbar waren

An diesem Punkt sind die Zytokine von besonderer Bedeutung, sind sie doch nicht selten die Ursache unspezifischer Beschwerden wie Müdigkeit, Schmerzen, metabolische aber auch hormoneller Störungen. Sie können nun mit gezielten Laboruntersuchungen bestimmt werden. Dadurch gelingt der Nachweis der Aktivität des Immunsystems, selbst dann, wenn Keime die gezielt gesucht werden, im Test keine Antikörper mehr zeigen. Auch Erreger, nach denen nicht gesucht wurde, verursachen eine chronische Entzündung, eine chronische Inflammation, diese kann indirekt nachgewiesen werden. Auch ein sogenannter Zytokinsturm und eine geringere, permanente Ausschüttung von Zytokinen können nachgewiesen werden.

Das neu angebotene Zytokin Profil des Deutschen Chroniker Labors stellt ein wertvolles und wichtiges Instrument zur Erweiterung der Diagnostik von chronischen Krankheiten dar. Aus der wissenschaftlichen Literatur geht hervor, welche Zytokine am häufigsten bei Patienten mit chronischen Infektionen erhöht sind. Genau diese sind in dem neuen Zytokin Profil enthalten. Eine gezielte Auswahl, die die Messung der Immunantwort und damit die Messung der Aktivität des Immunsystems bei viralen, bakteriellen und parasitischen Infektionen im chronischen aber auch im akuten Stadium ermöglicht.

Damit steht im deutschen Chroniker Labor endlich ein Untersuchungsinstrument zur Verfügung, das die schon seit langer Zeit durchgeführte spezifischen Antikörperuntersuchung ( IIFT & Blot) komplementär ergänzt und bei vielen Patienten endlich Hinweise darauf geben kann, dass Beschwerden nicht eingebildet sind, sondern durch eine messbare Zytokinausschüttung des Immunsystems verursacht werden.

Deshalb bieten sich nun weitere diagnostische und auch therapeutische Optionen, die von allen Einsendern für ihre Patienten gezielt genutzt werden sollten.

DCL Interview Dr Reinke

Interview mit Frau Dr. Barbara Reinke zum Thema Borreliose

Mallorca/Spanien. Wir haben Frau Dr. Barbara Reinke von der Clinica Port d’Andratx Allmedica S.L. auf Mallorca zum Thema Borreliose interviewt.

Welche Symptome findet man bei einer Borreliose?

Die Symptome einer Borreliose, auch Lyme desease genannt, sind vielfältig und können leicht als Symptome eines rheumatischen Formenkreises (Gelenkbeschwerden, Gelenkschwellungen) oder Zeichen einer psychischen Erkrankung (Depression, Burn-Out-Syndrom, chronische Müdigkeit) fehlgedeutet werden.

Häufig können sich Patienten überhaupt nicht an einen Zeckenbiss erinnern. Dabei ist wenig bekannt, dass die Übertragung nicht nur durch Zecken erfolgen kann, sondern im Grunde durch jedes stechende Insekt, welches Borrelien in sich trägt. Insofern ist es manchmal sogar sinnvoll, falls man eine Zecke bemerkt, das Tier selbst ebenfalls in einem Speziallabor untersuchen zu lassen, um zu prüfen, ob es Träger ist oder nicht.

Warum haben viele Patienten einen so langen Leidensweg?

Das sogenannte Erythema migrans, eine Schießscheiben-ähnliche Hauterscheinung, tritt häufig nicht auf. Wenn es auftritt, gilt es als Beweis für eine erfolgte Infektion mit Borrelien. Es gibt Fachleute, die postulieren, dass dieses Hautzeichen erst bei einer Zweitinfektion mit Borrelien zutage tritt. Das heißt, der Patient hatte schon vorher Kontakt mit Borrelien. Das Erythem verschwindet von selbst. Dann gibt es häufig eine symptomfreie Phase und erst bei der Chronifizierung treten Symptome auf, z.B. anhaltend geschwollene Lymphknoten, Gelenkbeschwerden, brennende oder stechende Gefühlsstörungen, Konzentrationsschwäche usw. Das typische Borreliosesymptom gibt es nicht. Es ist eine lange Liste unterschiedlichster Beschwerden, die durchaus auch anders interpretiert werden können. Das erklärt auch den langen Leidensweg vieler Patienten, weil eben nicht sofort an Borreliose gedacht wird.

Warum wird eine Borreliose häufig erst sehr spät diagnostiziert?

Die von der Krankenkasse angebotenen Tests sind leider häufig falsch negativ. Das heißt, obwohl der Patient eine Borreliose hat, weist dieser Test eine Infektion nicht nach. Es gibt verschiedene Borrelien Stämme und jeder hat seinen eigenen „Fingerabdruck“.
Man muss sich diesen Test so vorstellen, als würde man bei einer Schwangeren nur nachschauen, ob es ein Junge ist, und falls man keinen Jungen sieht, wird daraus geschlussfolgert, dass kein Kind da ist, also keine Schwangerschaft vorliegt.

Welche spezifischen Tests gibt es?

Es gibt spezifische Tests, deren Aussagekraft wesentlich genauer ist, deren Kosten aber leider von den gesetzlichen Krankenkassen nicht übernommen werden. Der sogenannte IFT (Immunfloreszens-Test) und der ELISA-Test sind spezifische Suchtests, die dann mittels eines sogenannte Westerblots bestätigt oder nicht bestätigt werden. Die Borrelien Diagnostik ist nochmal verbessert, wenn man außer dem Westernblot noch zusätzlich Antikörper gegen das sogenannte VlsE bestimmt, wie es das Deutsche Chroniker Labor macht. Dabei handelt es sich um eine Oberflächeneigenschaft der Borrelien, die sich erst im Säugetier ausbildet. Daher ist der Nachweis dieser Antikörper ein Hinweis darauf, dass sich lebende Borrelien im Organismus befinden und es zu einer Infektion gekommen ist.

Damit ein Westernblot Ergebnis aber auch nachvollzogen und verglichen werden kann, sollte im Befundbericht nicht nur die Bewertung positiv/negativ aufgeführt sein, sondern auch die Anzahl und die Art der positiv nachgewiesenen Banden. Nur so kann der Laborbefund eine wirkliche Grundlage für therapeutische Entscheidungen sein, d.h. Behandlung/Antibiose ja oder nein.

Welche Therapie-Möglichkeiten gibt es?

Zur Behandlung werden meist Antibiotika über einen längeren Zeitraum sowie in Mehrfachkombinationen eingesetzt. Das kann gravierende Nebenwirkungen zur Folge haben. Zudem ist nicht immer gewährleistet, dass die Therapie Erfolg hat. Es werden zahlreiche Alternativ-Therapien angewandt, wie z.B. Rife-Maschinen, Zapper, Salt-Protokoll + Vitamin C, Zimt-Öl-Protokoll, Spagyrik, Photonentherapie, Ozontherapie, Phytotherapie, Thermotherapie, naturheilkundliche Behandlung, Entgiftung, vor allem Schwermetallausleitung, Enzymtherapie, Ernährungsmedizin und Vitalstoffe, Hormontherapie).

Allen gemeinsam ist der Versuch, das Milieu des Körpers dahingehend zu verändern, dass den Borrelien die Lebensgrundlage entzogen wird. Insgesamt ist die Therapie der Borreliose eher ein langer Weg als ein kurzer Spaziergang.

Die Therapie gibt es leider nicht, genauso wenig wie einen Impfstoff.

Nach welchen Kriterien beurteilt man den Therapie-Erfolg?

Der Therapie-Erfolg kann schlicht und ergreifend nur am Befinden des Patienten gemessen werden. Nur ein negativer Laborbefund, der keine Borrelien mehr nachweist, reicht leider nicht aus.

Häufig bleiben Patienten in einigen Bereichen sero-positiv (sogenannte Sero-Narbe). Auch gibt es sero-positive Patienten, die nach dem Laborbefund eigentlich krank sein müssten, aber keinerlei Symptomatik aufweisen. Hier ist der geschulte Mediziner gefragt, zusammen mit dem Patienten zu entscheiden, ob eine nebenwirkungsträchtige antibiotische Therapie angezeigt ist oder nicht.


Über Frau Dr. Barbara Reinke

11297703Frau Dr. Barbara Reinke erhielt ihre Approbation im November 1989 und nicht ganz zehn Jahre später wurde sie auf Mallorca aktiv. Sie eröffnete ihre eigene Praxis in Andratx, Allmedica Andratx S.L. Inzwischen heißt die Praxis “Clinica Port d’Andratx” und ist am Ortseingang von Puerto Andratx zu finden.

Frau Dr. Reinke ist nicht nur Fachärztin für Allgemeinmedizin, sondern besitzt außerdem das Diplom für Tropenmedizin, den Fachkundenachweis Rettungsdienst und eine chirotherapeutische Ausbildung in AMT (low force activator method) und SOT (sacrooccipital technique). Eine vielseitige Ärztin, die sich gerne im Sinne ihrer Patienten fortbildet.



Deshalb befasst sich Frau Dr. Reinke seit einigen Jahren unter anderem intensiv mit dem Krankheitsbild der Borreliose (Lyme Disease), die auf Grund ihrer Symptom-Vielfalt eine echte Herausforderung darstellt. Dabei arbeitet sie mit Speziallabors, wie zum Beispiel dem Deutschen Chroniker Labor, zusammen, welches sich auf die Labordiagnose der Borreliose und deren Co-Infektionen spezialisiert hat.

Ganzheitliche Methoden, wie Magnetfeldtherapie, Orthomolekularmedizin, Schwermetallausleitung und Neuralkinesiologie, sind Frau Dr. Reinke ein weiteres Anliegen. Die ganzheitliche Einstellung hat sie nach vielen Jahren Erfahrung mit reiner Schulmedizin gewonnen; sie lernte deren Grenzen kennen und hat dann nach und nach andere Heilmethoden integriert.

In der Diagnostik hat die Schulmedizin sicher nach wie vor einen überaus wichtigen Stellenwert; viele Krankheitsbilder können aber mit alternativen Heilmethoden erfolgreich unterstützend behandelt werden.

Clinica Port d’Andratx hat ein eigenes Labor, in welchem schnell und effizient eine erste Analyse erstellt werden kann, die die schnelle Erarbeitung einer wirksamen Therapie möglich macht.

Nicht nur deutsch- und englischsprachige Patienten werden sich in der Clinica Port d’Andratx wohlfühlen; Frau Dr. Reinke spricht auch spanisch und französisch.

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Erfahrungsberichte Leidensgeschichte Borreliose

Erfahrungsberichte gesucht

Wir suchen Betroffene, die Lust haben, von ihren Erfahrungen mit der eigenen Borreliose-Erkrankung, ihrem Ärztemarathon , ihrem Leidensweg und/oder ihrer Erfahrung mit dem Deutschen Chroniker Labor zu berichten. Ihre Erfahrung kann anderen helfen!!  Erzählen Sie anderen Betroffenen Ihre Geschichte.

Interesse? Dann schreiben Sie uns an info@deutsches-chroniker-labor.de. Sie können Ihren eigenen Bericht schreiben oder wir senden Ihnen Fragen zu. Wir freuen uns darauf, von Ihnen zu hören.

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Hunde und Zecken: Borreliose-Gefahr für den Menschen

DCL-Geschäftsführer nennt seinen Hund liebevoll „Zeckentaxi“. Warum, erklärt er in diesem Video.

Viele Hundebesitzer wähnen sich in Sicherheit, weil sie ihren Vierbeiner mit Zeckenabwehrmitteln ausstatten. In den meisten Fällen führt das jedoch nur dazu, dass sich die Zecken nicht am Tier festbeißen. Ins Haus und in die Wohnung gelangen sie oftmals trotzdem und werden dort zur Gefahr für den Menschen.

Deutsches Chroniker Labor Laborauftraege

Neue Auftragsbögen für Borreliose-, Rickettsia und Infektiologie-Tests

Aus organisatorischen Gründen wurden unsere Auftragsbögen für Borreliose-, Rickettsia und Infektiologie-Tests aktualisiert. Bitte nutzen Sie ab sofort die neuen Formulare, die Sie hier auf unserer Website herunterladen können. Die Englische Version finden Sie hier.

Um die Werte auszuwählen, die in Ihrem Blut bestimmt werden sollen, füllen Sie die Bögen am besten gemeinsam mit Ihrem behandelnden Arzt aus. Wir als Labor dürfen diesbezüglich keine Empfehlumgen aussprechen. Dies kann nur ein Mediziner. Für Fragen rund um unseren Test, sind wir aber jederzeit für Sie da. Schreiben Sie einfach eine E-Mail an info@deutsches-chroniker-labor.de.

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Auf einer Wanderung durch Kanada und die USA begannen die Schwierigkeiten

Lena befand sich 2019 auf einer sehr langen Wanderung durch Kanada und die USA. Unterwegs begannen ihre Beschwerden. Sie fühlte sich müde und krank. Erst in Deutschland stellte man eine Borreliose fest. 

Lena befand sich 2019 auf einer sehr langen Wanderung durch Kanada und die USA. Unterwegs begannen ihre Beschwerden. Sie fühlte sich müde und krank. Erst in Deutschland stellte man eine Borreliose fest. Diese hatte inzwischen auch eine Entzündung des Rückenmark ausgelöst. 

1. Wie fing bei Ihnen alles an, also wann haben Sie erste Symptome gespürt?

Wann ich erste Symptome gespürt habe kann ich ziemlich genau sagen (20.07.19). Wie es dazu gekommen ist leider weniger. Ich befand mich auf einer sehr langen Wanderung, in der ich schon 3.000 Kilometer zurück gelegt hatte und täglich ein relativ genaues Protokoll über mein Befinden und Körpergefühl geführt habe. Ich bin auch aufgrund der Extremsituation (Wildnis Kanada/USA – Rückkehr in die Zivilisation/ eine Ortschaft erfolgt nur über mehrere Tage Planung) nach kurzer Zeit in eine Ortschaft mit einem Krankenhaus gelaufen.

Die Zecke, oder vielmehr das Insekt, habe ich leider nicht ausfindig machen können. Vermutlich habe ich mir das Ding unbemerkt abgekratzt – wo auch immer es hing. Auch eine Wanderröte hatte ich nirgendswo (wobei man bedenken muss, dass ich bestimmte Stellen an meinem Körper nicht selbst darauf überprüfen konnte, da ich alleine war und mir nicht selbst auf dem Kopf oder am Rücken alles genau ansehen kann). Ich bin unvoreingenommen zum Krankenhaus gegangen, habe aber schon darüber nachgedacht, dass es auch Borreliose sein könnte, da meine Schwester darunter sehr lange litt. Zu diesem Zeitpunkt war ich 26 Jahre alt.

2. Wie hat sich die Erkrankung geäußert/welche Einschränkungen hatten Sie im Alltag?

Es fing damit an, dass ich unfassbar müde war und mich einfach krank gefühlt habe. Als würde man etwas „ausbrüten“ (das dachte ich zuerst auch). Ich habe trotzdem im Krankenhaus angemerkt, dass bitte unbedingt nach von Insekten übertragene Krankheiten geguckt werden sollte. Es wurde Blut abgenommen und nichts auffälliges entdeckt. Ich habe auch nach Nachfrage vom Krankenhaus kein Rezept oder ein Medikament zur „Sicherheit“ bekommen. 

Ich bin erstmal weiter gegangen, habe nach 2 Wochen aber erneut ein anderes Krankenhaus aufgesucht, welches mich von Kopf bis Fuß untersucht hat. Auch hier wurde nichts gefunden – möglicherweise sei ich Gluten intolerant. Auch hier habe ich auf meine besondere Situation hingewiesen und es wurde mir gesagt, dass es Lyme Borreliose in diesen Breitengraden nicht gäbe. Die Tatsache, dass ich ja schon 3000 km durch den Kontinent gelaufen bin, hat man mir glaube ich nicht abgekauft.

Zum Glück habe ich einen befreundeten Arzt in Deutschland, der mir prophylaktisch ein geeignetes Antibiotika zugeschickt hat. Das dauerte aber auch ein paar Tage. Die glutenfreie Ernährung habe ich dennoch beherzigt und ich habe meine Wanderung dann letztendlich auch geschafft – mit letzter Kraft.

3. Hatten Sie den Zeckenstich bemerkt oder kannten Sie die Ursache für die Symptome nicht?

Ich habe einige Zecken von mir runter gepflückt – alle krabbelten noch und waren nicht festgesaugt. Trotzdem ist es sehr gut möglich, dass ich eine übersehen habe.

4. Wann haben Sie erstmals einen Arzt aufgesucht und wie lautete die Diagnose?

Als ich wieder in Deutschland war, bin ich zu besagtem befreundeten Arzt gegangen, der nach Blutuntersuchungen erhöhte Borrelien-Werte erkannt hat und mir nochmal die Antibiotika-Therapie verabreicht hat. Sie hat nichts genützt. Das ganze ging 3 mal so. Irgendwann habe ich eine Entzündung im Rückenmark bekommen und es ging mir wöchentlich schlechter. Acht Stunden auf der Arbeit durchhalten war kaum möglich – geschweige denn sich zu konzentrieren. Er und ich wussten nicht mehr weiter, weshalb ich mich auf eigene Faust an eine Spezialistin für diese Krankheit gewandt habe.

5. Haben Sie danach noch weitere Ärzte aufgesucht? 

Bei dieser Ärztin habe ich mich dann zum ersten Mal verstanden gefühlt. Sie hatte auch ganz andere Untersuchungsansätze, weshalb sie auf völlig andere Sachen geachtet hat. Außerdem hat sie mir alles haargenau erklärt. Ich durfte sogar mit ihr zusammen durch das Mikroskop mein Blut anschauen und habe alles ganz genau gezeigt bekommen. Im Grunde weiß ich jetzt mehr über die Krankheit als mein befreundeter Hausarzt.

6. Welche Tests wurden bei Ihnen durchgeführt?

Wir haben eine Dunkelfeldmikroskopie gemacht und zusätzlich wurden mehrere Urin, Stuhl- und Blutproben genommen, die auf unterschiedliche Dinge getestet wurden. Es gab zusätzlich einen großen Ernährungscheck und einen Plan mit Dingen, die ich essenstechnisch meiden/selten essen sollte. Den beherzige ich streng. 

7. Wann hatten Sie endlich Gewissheit, dass es sich bei Ihnen um Borreliose handelt?

Nach dem ersten Besuch bei besagter Ärztin war die Sache schon sehr eindeutig. Genaue Informationen bekam ich ein paar Tage später telefonisch von ihr. Sie erklärte mir das genaue Stadium der Krankheit, welche Erreger alle im Spiel sind und was nun meine Optionen sind.

8. Sind Ihnen Co-Infektionen bekannt, die zusammen mit der Borreliose auftraten (z.B. Rickettsiose, Babesiose, Epstein-Barr-Virus)?

Ja, darüber wurde ich aufgeklärt – es gab auch einige andere Erreger, die dazu beigetragen haben, dass es so schlimm wurde mit der Krankheit. Zusätzlich habe ich noch Endometriose – einen offiziellen Zusammenhang dazwischen gibt es bisher nicht.

10. Wie wurde Ihre Borreliose behandelt?

Ich bekomme seit einigen Monaten Antibiotika, Entgiftungskapseln und duzende Aufbaukuren für. Den Darm, Magen, Vitaminhaushalt etc.

11. Trat eine Besserung auf, wenn ja, ab wann?

Die Entzündung im Rückenmark ist abgeklungen. Seit ein paar Wochen bin ich etwas weniger müde. Der Rest ist bisher nicht besser geworden. Meine Gelenke tun bei jedem Schritt höllisch weh und allgemein fühle ich mich schwach und kraftlos. Früher war ich ein Muskelpaket – jetzt schmerzen mir schon die Arme, wenn ich einen Korb voller Wäsche durchs Haus trage.

12. Wie geht es Ihnen heute?

Mittlerweile ein bisschen besser. Die Behandlung zieht sich dennoch ziemlich lange hin. Bis es vollständig auskuriert ist werden noch ein paar Monate vergehen. Aber ich denke positiv und hoffe einfach mal auf das beste.

13. Was raten Sie Menschen, die in einer ähnlichen Situation sind, wie Sie vor 2 Jahren?

Ich würde beim kleinsten Verdacht auf Borreliose – selbst wenn es nur eine eigene Vorahnung ist – zum Facharzt gehen und das einmal gründlich überprüfen lassen. Leider wird diese Krankheit von der Schulmedizin nicht ausreichend beachtet. Viele Ärzte wissen viel zu wenig über Borreliose und können durch falsche Behandlung die Krankheit deutlich verschlimmern – wie in meinem Fall. Umso eher eine Borreliose erkannt wird, desto besser sind die Heilungschancen. Ein weiteres Problem ist, dass die Krankenkassen vieles nicht übernehmen und man auch bei den Tests viel selbst bezahlen muss.

COVID

NEU: Antikörper-Test für SARS-CoV-2 (Corona)

Das Deutsche Chroniker Labor bietet ab sofort auch Tests auf SARS-CoV-2 an, besser bekannt als Corona oder COVID-19. Da die klinischen Symptome nicht bei jedem Infizierten auftreten, kann eine stattgefundene Infektion bzw. eine erfolgreiche Impfung durch den Nachweis von Antikörpern erfolgen.

Nähere Information zu dem Test und den Kosten finden Sie unter „Laboraufträge“ hier auf unserer Website.

Zeichnung Schmerzen Sabine H

Sabine Häusler litt unter anhaltenden, starken Kopfschmerzen

„Ich hatte Selbstmordgedanken, weil die Situation hoffnungslos schien (kein Arzt schien die Brisanz meines Problems zu erkennen)“, schreibt Sabine Häusler. Lange Zeit quälten sie starke Kopfschmerzen, doch weder die Hausärztin, noch die HNO-Ärztin, der Orthopäde oder die Neurologin konnten helfen. Erst als der Verdacht Borreliose aufkam und eine Antibiose begonnen wurde, trat eine Besserung ein. Sabine Häusler erzählt:

Zeichnung Schmerzen Sabine HMeine Hausärztin fragt mich: „Was kann ich für Sie tun?“ – „Ich habe Probleme mit Kopfschmerzen. Und das kommt immer öfter. Erst ist es nur ein Ziehen, am zweiten Tag werde ich lichtempfindlich und lege mich ins Bett, am dritten Tag vertrage gar kein Licht mehr und muss Brechen vor Schmerzen. Das ist total heftig.“ – „Gibt es eine bevorzugte Schmerz-Seite?“ -„Ich glaube eher links, aber rechts auch. Und es fängt immer über den Augen an.“ Meine Hausärztin überweist mich zur HNO-Ärztin und verschreibt mir Physiotherapie.

Einige Zeit später bin ich bei der HNO-Ärztin meines Sohnes: „Ihre Nebenhöhlen sind in Ordnung, Stirnhöhlen und Kiefernhöhlen auch“, ist das Resultat ihrer Ultraschalluntersuchung. „Ihre Beschwerden klingen nach Migräne. Haben Sie viel Stress? Ihre familiäre Situation ist ja nicht einfach. So ein lebhafter Junge mit Down-Syndrom kann schon sehr stressen. Suchen Sie sich Ruhepole. Nutzen Sie Entspannungstechniken. Unser Gehirn hat ein Gedächtnis. Wenn Sie im Moment die Migräne bekommen, weil Sie Stress haben, dann bekommen Sie demnächst vielleicht die Migräne, weil Sie Stress erwarten. Entspannung heißt das Zauberwort.“ Nachdenklich fahre ich wieder nach Hause. Ich glaube nicht, dass mein Leben anstrengender oder stressiger ist, als das einer Frau mit mehreren Kindern oder einer erfolgreichen Karrierefrau. Aber tatsächlich werden die Migräne Situationen immer häufiger.

Ich bin so glücklich, dass es mir gelungen ist, Cora Halder (2002) für eine Fortbildung in unserer Selbsthilfegruppe zu gewinnen. Und wieder bekomme ich drei Tage vor dem Termin Kopfschmerzen. Diesmal nehme ich eine Schmerztablette, um das Migräne Gedächtnis auszutricksen. Ich will mein Leben nicht durch Migräne diktieren lassen. Gerade solche Erfolgserlebnisse und Lob nach einer gelungenen Veranstaltung will ich mir durch meinen eigenen Körper nicht kaputt machen lassen.

Die Schmerztablette ist nützlich. So kann ich tatsächlich verhindern, am dritten Tag mit Brechen im Bett zu liegen und kann durch die Fortbildung leiten. Meine Physiotherapeutin empfiehlt mir, auf die Nebenhöhlen und Stirnhöhlen zu klopfen. Das würde Erleichterung bringen. Inzwischen beobachte ich, dass Kälte ein Migräne-Auslöser ist, ein beginnender Schnupfen auch. Ich halte Kopf und Nacken warm, vor allen Dingen, wenn ich nach draußen gehen will oder auch, wenn ich nur über den Hof von einem Haus zum anderen laufe. Das tue ich jetzt nur noch mit Kapuzenjacke oder Schal.
In der Mutter-Kind-Kur lerne ich progressive Muskelentspannung. Und letztendlich denke ich, dass ich das Thema: Migräne zwar nicht los bin, aber im Griff habe, nicht aber die Migräne mich.

Gefühlsmäßig dachte ich immer, da ist was nicht in Ordnung. Diese Migräne kommt von den Nebenhöhlen, Stirnhöhlen, Kiefernhöhlen. Sie hat am Anfang Ähnlichkeit mit Erkältung und Grippe. Aber die HNO-Ärztin kann ja nichts finden. Was ich zu diesem Zeitpunkt nicht weiß: Es ist das erste Symptom der chronischen Borreliose. Es reagiert später auf die Borreliose-Therapie (ab Dezember 2016). Mich überrascht das sehr, glaubte ich doch zu wissen, wie ich damit umgehen muss und dass ich es im Griff habe. Meinem Borreliose Arzt hatte ich die Migräne nicht als Symptom geschildert.

Von den verschiedenen Antibiotika, die mir verordnet wurden, wirkte das InfektoTrimed200 am intensivsten im Bereich Migräne, aber auch die trockenen Augen und das Zahnfleisch reagiert darauf. Unter der Antibiose kamen die bekannten Symptome der damaligen Migräne total krass zum Vorschein. Ich musste Brechen und Schnäuzen und es kam sehr viel zäher klarer Schleim aus den Nebenhöhlen, Stirnhöhlen, Kiefernhöhlen. Seitdem habe ich keine Migräne mehr und weniger Probleme mit dem Zahnfleisch. Das Zahnfleisch scheint nicht weiter zurück zu gehen. (Reagiert Parodontose auf die Borreliose-Therapie?)

Das InfektoTrimed200 wirkt sich auch auf meine extrem trockenen Augen aus (die schon meine Mutter hatte. Sie hatte die trockene Makula Degeneration und ich rechnete damit, diese auch zu bekommen – genetisch?.) Doch unter der Antibiose verstärkte sich erst die Symptomatik. Ich ergänzte Lutein 40 und Zeaxanthin 2, also extrem hoch dosierte Bestandteile des Vitamin A, um die Augen zu schützen. Inzwischen kann ich wieder besser mit den Augen fokussieren und die Trockenheit ist nicht mehr so krass (Lutein und Zeaxanthin ohne Vitamin A, weil sich Vitamin A in der Leber anreichert).

Erkrankung bemerkt – Symptome im Alltag, März 2014

Anfang 2014 setzten die Wechseljahre mit starken Hitzewallungen ein. Ich hatte das Gefühl, mein Körper wringt sich mit jeder Wallung aus, so verkrampft schwitzte ich. Während der Organisation einer mir sehr wichtigen Fortbildung für Eltern, Lehrer, Schulbegleiter Therapeuten begannen die heftigen Symptome, die ich nicht mehr ignorieren konnte. Es war während einer Vorstandssitzung im Förderverein der Schule meines Sohnes, ich versuchte die Finanzierung der gewünschten Veranstaltung zu belegen und bekam Gegenwind von den Männern des Fördervereins. Es war wie ein Hammerschlag auf den Kopf. Von da an verursachte jede Kopfbewegung Schwindel und Schmerzen, jeder Schritt erzeugte einen Hammerschlag auf meinen Kopf mit wabernden Stoßwellen im Gehirn (Vergleichbar mit einer Gehirnerschütterung, die ich nie hatte).

Jede Bewegung, an der die linke Schulter beteiligt war (dazu gehören natürlich auch Stress-Situationen, schnelles Kopfdrehen, Arbeiten am Computer), wirkten auf meinen Kopf. Ich hatte Selbstmordgedanken, weil die Situation hoffnungslos schien (kein Arzt schien die Brisanz meines Problems zu erkennen). Es fühlte sich an, als sei mein Leben mit 56 Jahren bereits zuende. Ich war nicht mehr belastbar. Mein Mann nahm mich nicht ernst. Ich fand keine Worte, meine Beschwerden zu beschreiben. Ich hätte Trost gebraucht, fand aber nur Unverständnis. Nachdem ich die Faszien als Ursache lokalisiert hatte und die linke Schulter als Auslöser, hätte ich diese am liebsten raus schneiden lassen.

Meine Hausärztin stellte Überweisungen zum Orthopäden und zur Neurologin aus.

Dann bemerkte ich eine Folsäure Sensitivität. Ich ließ alle Rohkost weg. Dann bemerkte ich, dass ich Jod auch nicht mehr vertrug. Somit reduzierte ich meine Schilddrüsenhormone. Ich ging vierteljährlich zum Radiologen, ließ meine Schilddrüse untersuchen und beschrieb meine Symptome, die Unterfunktion, Überfunktion, Morbus Basedow und Haschimoto im Wechsel hätten passen können. Jede reduzierte Medikamentenreduktion, die ich beschrieb, wurde als in Ordnung bestätigt. Eine Problemlösung fand ich durch ihn nicht. Nach jedem Radiologie-Besuch reduzierte ich L-Thyroxin weiter bis ich zum Schluss gar kein L-Thyroxin mehr nahm.

Arztbesuche während der Ursachensuche

Der Orthopäde verschrieb mir Physiotherapie. Die Neurologin ließ sich von mir die Entstehungssituation beschreiben, bezeichnete meine Probleme im Schädel als Schwindel und meinte dann, das sei psychosomatisch und ich solle eine Therapie machen und meine Aktivitäten reduzieren.

Abends im Bett waberte mein Gehirn und es dauerte ewig, bis sich das beruhigte. Alkohol verschlimmerte den Schwindel. Fortan verzichtete ich auf die 1 bis 2 Gläser Wein am Abend. Ich machte Verhaltenstherapie. Die vorgestellten Entspannungstechniken waren mir bekannt und wurden von mir sowieso schon genutzt. Ich reduzierte meine ehrenamtlichen Tätigkeiten, was mir sehr sehr weh tat, denn dort her bezog ich meine Selbstbestätigung (wegen des Handycaps meines Sohnes und meiner Eltern pausierte ich ja immer noch meinen Beruf). Nach zwei Physiotherapie Rezepten sagte die Orthopädin: „Mehr kann ich Ihnen nicht verordnen. Sie haben jetzt gelernt, sich selbst zu helfen“. Aber jeder Versuch, selbst etwas zu tun, führte zur Verschlimmerung, weitere Verklebungen, keine Lösungen.

Meine Hausärztin verordnete mir Reha-Sport. Alle dortigen Aktivitäten, die Muskelaufbau zum Ziel hatten, verstärkten die Probleme ebenfalls, statt zu helfen. Lediglich der Faszien-Zirkel im Sportstudio und die dort kennengelernte Faszienrolle, die ich mir kaufte, fühlten sich tatsächlich nützlich an. Völlig verzweifelt suchte ich erneut die Neurologin auf. Ich hatte inzwischen Zittern und andere Symptome, die mich befürchten ließen, dass ich Parkinson (wie mein Vater) oder MS (wie mein Urgroßvater) bekommen könnte und hoffte, dieses rechtzeitig verhindern zu können. Die Ärztin testete lediglich meine Reflexe und diagnostizierte ein Posttraumatisches Belastungssyndrom.

Diese Diagnose nutzte ich, nachdem meine Mutter gestorben war und ich den Fuß gebrochen (Stolpern auf der Treppe durch die verkrampfte Muskulatur) hatte, für den Antrag einer psychosomatischen Reha.

Bis dahin hatte ich einen weiteren Orthopäden aufgesucht. Er erkannte, dass es auch einen Zusammenhang zu CMD gibt, zu meiner Zahnfehlstellung und Kieferproblematik und überwies mich an einen kompetenten Zahnarzt in Büdingen. In der Kiefer-Ambulanz der Uniklinik Gießen stellte ich mich vor. Sie wollten meinen Kiefer brechen, um mir zu helfen. Aber ich wollte keine zusätzliche „Baustelle“.

Der Zahnarzt in Büdingen wiederum testete vor der Erstellung einer neuen Aufbiss-Schiene (mein „Hauszahnarzt“ hatte mich bisher regelmäßig mit einer weichen Schiene versorgt) erstmal mein Blut und erkannte ein extrem schlechtes Immunsystem und empfahl mir, einen guten Internisten aufzusuchen. Der Orthopäde in Fulda verordnete zudem manuelle Physiotherapie, Einlagen und Osteopathie. Die Einlagen beseitigten die Ursache einer Schleimbeutelentzündung am linken Hüftgelenk. Beim Messen meines Gangbildes erkannte er meine links geneigte Kopfhaltung (verkürzte Faszien) und erklärte den Turkey Nack (Kopf-Fehlhaltung durch Computer-Arbeit) als Ursache des Schwindels.

Meine Physiotherapeutin wechselte und die Chefin entdeckte Myogelosen im Nackenbereich. Ihre manuelle Physiotherapie half zumindest, den „Hammerschlag“ los zu werden. Von ihr erfuhr ich, dass es sich im Nacken um Myogelosen handelt. Die Osteopathin stellte fest, dass bei mir „alles dicht sei am Occiput, Schädelansatz“. Es half ein bisschen, aber nicht viel. Der neue Orthopäde in Fulda war auch Chiropraktiker und renkte meine HWS ein, aber schon am nächsten Tag war alles wieder wie gehabt. Das war sehr teuer und der Abstand zum nächsten Termin betrug mindestens 6 Wochen, für mich unfassbar, viel zu lange.

Während eines Ausflugs mit einer Gruppe besuchten wir ein Konzert im Fuldaer Dom. Die Lautstärke dort löste einen Tinnitus auf mehreren Frequenzen im Wechsel aus. Total krass. Geräusche um mich herum konnte ich nicht mehr ertragen. Ich reagierte darauf, indem ich auf Radio, Fernsehen und alles, was Geräusche macht, verzichtete. Zusätzlich steckte ich mir Watte in die Ohren, um mein Umfeld abzudämpfen. Das Schnarchen meines Mannes in der Nacht, die Fahrgeräusche des Autos waren die schlimmsten. Ich versuchte möglichst „weg zu denken“, das heißt, nicht auf den Tinnitus zu achten, sondern meine Gedanken laufen zu lassen. Tatsächlich wurde der Tinnitus dadurch leiser (später testete ich eine App: Tinnitrack, von meiner HNO-Ärztin verordnet. Sie funktioniert nach demselben Motto: die Leute konzentrieren sich auf ihre Lieblingsmusik und die störende Frequenz wird vorher ausgesiebt. Das funktioniert, solange der Tinnitus nur eine Frequenz betrifft).

Auch hatte ich einen Kurzurlaub mit meinem Sohn in einem Reha-Hotel. Dort fand ich nach einem Spaziergang eine Zecke in der Leiste, die ich mit Zeckenzange vorsichtig entfernte.

Endlich war die Reha genehmigt und ich fuhr für 6 Wochen nach Bad Bergzabern. Dort konnte ich meine aktuelle Situation und die Zukunft überdenken. Aber die Beschwerden wurden trotz Physiotherapie, Sport, progressive Muskelentspannung nicht besser. Stattdessen fand ich in der Leiste einen roten Ring, den die Ärzte für einen Pilz hielten. Die Pilzbehandlung brachte jedoch keine Veränderung.

Wieder Zuhause googelte ich zum wiederholten Male. Diesmal fand ich heraus, dass der Radiologe, den ich aus jungen Jahren kannte, nun als Internist praktiziert und in der Liste der Borreliose Spezialisten stand. Dort bekam ich tatsächlich innerhalb von zwei Wochen einen Termin, denn den roten Ring hielt ich nun für eine Wanderröte und die Beschwerden, die von der linken Schulter aus gingen und zum Schädel hin wirkten, erinnerten mich an den Zeckenbiss (zwischen 1999 und 2001), dessen Ort und Situation ich noch ziemlich genau in Erinnerung hatte.

Erst die Beschreibung eines MRT, als ich bereits bei meinem Borreliose-Spezialisten in Behandlung war, ließ mich erkennen, dass die Krämpfe, die ich im Kopfbereich wahr genommen hatte (seit 2014) laienhaft ausgedrückt, durch eine nicht entzündliche Hirnhautveränderung / Schädelfaszienverklebung, ausgehend vom linken Trapezius, die Ursache war. Mein Physiotherapeut, den mir mein Borreliose-Spezialist empfahl, behandelte alle Faszien, die den gesamten Trapezius betreffen, einschließlich der Schädelfaszien, die nur vom Trapezius ausgehen, ihn aber nicht mehr umhüllen. Zweimal die Woche jeweils 45 Minuten behandelt er mich.

Zusätzlich nutze ich eine Faszienrolle, um die Myogelosen situativ auch selbst behandeln zu können, wenn kein Therapeut greifbar war und ist. Mit einem Pneumathron kann ich auch an für mich erreichbaren Stellen eine Schröpfmassage selbst durchführen. Sie löst zwar nicht das Problem, entlastet aber zeitweise die durch die Verklebungen und Verkürzungen erzeugten schmerzhaften Stellen.
Inzwischen haben sich die Schädelfaszien einigermaßen erholt und sind wieder so elastisch, wie sie sein müssten, um im Alltag auf alle Bewegungen des Kopfes ohne Spannung reagieren zu können.

Zeckenbiss gemerkt – irgendwann zwischen 1999 und 2001

„Du hast da, wo ich dir gestern die Zecke entfernt habe, einen kleinen roten Punkt. Du musst ihn im Auge behalten.“
„O.k. Aber ich kann da nicht hin sehen“
„Dann benutz den Spiegel im Schlafzimmer. Lass dir sicherheitshalber von unserer Hausärztin ein Antibiotikum verschreiben.“
Aber ich habe wenig Zeit. Meistens vergesse ich morgens nachzusehen, ob der rote Punkt noch da ist. Über Tag vergesse ich ihn ganz.

Am vierten Tag gehe ich doch zur Hausärztin. Sie schaut sich die Stelle an und will eigentlich nichts verordnen. Aber als ich argumentiere, dass der Punkt schon seit vier Tagen da ist und nun das Wochenende kommt, verschreibt sie dann doch Amoxicillin. Ich hole das auch ab, aber dann kommt das Wochenende, es ist viel los. Mir geht es so gut. Seit langem war ich nicht mehr krank gewesen, ganz im Gegensatz zu den ersten Lebensjahren unseres abwehrschwachen Sohnes mit Down-Syndrom. Damals waren wir alle ping-pong- mäßig dauernd krank gewesen. Diese Zeit war endlich vorbei. Antibiotika schwächen das Abwehrsystem. Ich will nicht wieder dahin zurück. Da meine Hausärztin nicht sicher ist, ob es wirklich sinnvoll ist, das Antibiotikum zu nehmen, nehme ich es schließlich doch nicht.

Ich bin gesund. Die ganze Familie ist gesund. Endlich, nach 5 Jahren Dauerinfektion mit Schnupfen, Husten, Durchfall, Erbrechen. Unser Kind mit Down-Syndrom hört endlich zuverlässig gut. Das muss so bleiben. Seine Ohren erholen sich. Seine Augen erholen sich. Er braucht immer weniger Medikamente. Ich will das nicht durch meine eigene Anfälligkeit kaputt machen. Antibiotika Einnahme schwächt das Abwehrsystem und schädigt den Darm.

Welche Tests

Westernblott, IgG-Elisa, LTT Test und Stuhlanalyse auf Parasiten, Radiologie des Skelettapparates. MRT vom Schädel dreimal, dabei Vernarbungen und Verschlüsse kleinerer Gefäße (subcorticale Glianarben frontotemporal linksseits, DD initiale Mikroangloipathie oder Residuen von Scherverletzungen) gefunden, genau die Seite, die von dem Zeckenbiss betroffen war.
Bei der Schilddrüse (Ultraschall, Sintigram) ist nach wie vor von einer nodösen Umwandlung links dir Rede. (ich hatte die Vermutung, dass die Schilddrüse links an ihrer korrekten Arbeit durch die unflexiblen Faszien behindert wurde und sich jetzt erst wieder erholen muss).

Eine Lumbalpunktion ließ ich nicht machen, denn bei einem positiven Befund wäre all meine Hoffnung auf Heilung endgültig verloren gegangen und ich hätte mich aufgegeben. Und bei einem negativen Ergebnis hätte manch ein Arzt (insbes. meine Hausärztin) vielleicht gesagt, da sei ja nichts und man müsse nichts machen.

Hirnwasser hätte wahrscheinlich später tatsächlich einen positiven Befund gebracht, als mein Darm geschädigt und löchrig geworden war. Da half dann Mynocyclin, welches hirngängig ist. Ob sich Borrelien im Gehirn nun Schlupflöcher gesucht haben und dort wieder aktiv werden können, vermag ich nicht zu beurteilen, würde aber eine Lumbalpunktion auch nicht beweisen oder wiederlegen können. Am besten ist, man reagiert mit den Medikamenten entsprechend der Symptome. Jedes Warten, das dann aber doch zu einer Fehldiagnose und Fehleinschätzung führen kann, ist meiner Meinung nach Zeitverlust, wenn man weiß, dass man Borrelien im Körper hat. Je schneller man reagieren kann, desto weniger Zeit bleibt den Borrelien, sich neue Schlupfwinkel zu suchen.

Gewissheit der Borreliose

Bei der ersten Blutuntersuchung war auffällig:

EVA-LABOR KLINISCH vom 16.11.16
Alkalische Phosphata 107 U/l
Cholesterin 213 mg/dl
Kalium 5,76 mmol/l
Borrelia burgd. IgG 33,7 U/ml
p100 IgG-AK positiv
VlsE IgG-AK positiv
P58 IgG-AK positiv
OspC B. gar. IgG-Ak granzwertig
P18 B. afz. IgG-Ak positiv
Borrelia-IgM-AK positiv
OspC B. ss. IgM-Ak positiv
OspC B. afz. IgM-AK positiv
OspC B. gar. IgM-Ak positiv
CD3-CD57 + – Zellen 1,7%
(CD3-, CD57+) absolut 28,9 /ul Blut
Antistreptolysin 503 iU/ml
Spontanaktivität LTT 0,344 OD
OspC/OspA/DbpA-Antigen 2,3 SI
Borrelien (Vollanti 2,8 SI )

Meine Hausärztin fand das Ergebnis gar nicht so schlimm und meinte, da müsse man vielleicht gar nichts tun!

Aber als ich die Antibiose begann und mein Körper genau in den Bereichen reagierte, die mir Beschwerden machten (bis hin zur Herxheimer Reaktion), wusste ich, dass ich die Lösung gefunden habe. Die Erstverschlimmerung war für mich Bestätigung und hinterher ging es mir deutlich besser. Die deutlichen Reaktionen auf die Antibiose spürte ich in der Schulter, dort wo der Zeckenbiss 1999 war. Im Bein spürte ich nur so etwas wie Weichteilrheuma unter der Antibiose, das während der Antibiose irgendwann auch wieder verschwand. Dass das möglicherweise die Reaktion den Leistenstiches war, realisierte ich damals gar nicht. Die Probleme, die von der Schulter aus gingen, waren so extrem, dass mein ganzes Augenmerk dort hin gerichtet war. Am liebsten hätte ich den Bereich aus meiner Schulter raus geschnitten. Da der ganze Trapezius Muskel und seine Faszien betroffen war, war daran jedoch nicht zu denken. Leider musste ich jede Antibiose irgendwann unterbrechen, weil der Magen und der Darm zu heftig reagierten, mit Brechen, Durchfall. Alle Versuche, die Schleimhäute durch Probiotika zu schützen, reichten nicht.

Der Physiotherapeut, den mir mein Borreliose-Spezialist empfohlen hatte, konzentrierte sich auf die Behandlung meiner Faszien entlang des Trapezius. Wir stellten fest, dass er unter Antibiose Fortschritte machte, in jeder Antibiotika Pause die Faszien wieder fester wurden und erneut verklebten. Jetzt nach 4 Jahren ist die Borreliose-Last so weit reduziert, dass es auch ohne Antibiose Fortschritte gibt. Meine gesamte HWS war gestaucht und hat zu neurologischen Problemen (Schwindel, brennende trockene Augen, Druck hinter der Stirn, Zahnfleischentzündung, Tinnitus, brennender Rachen, schmerzende Schultern, nicht mehr schließende Hände, schneller Puls, Beschwerden beim Treppe steigen) geführt, die mit jeder Lösung weniger wurden. Der Atlas war komplett aus der Spur. Mein Physiotherapeut spricht von einem deutlichen Hypertonus im gesamten linken M. Trapezius bis hin zum Occiput, dem kompletten M.Sternocleidomastoedius und den Rhomboideen und einem linksbetonten Schiefhals. Um meine Faszien vom Schädel über die Schulter zur Wirbelsäule zu behandeln, nutzt er das Instrument Assisted Soft Tissue Mobilisation (IASTM). Damit lokalisiert und behandelt er die Funktionsstörungen, Myogelosen und erzeugt nach und nach eine neue Geschmeidigkeit der Faszien. An zwei Tagen pro Woche über je 45 Minuten therapiert er mich privat. Die besten Erfolge gelingen unter Antibiose-Beteiligung. Wenn ein faszial geklemmter Nerv wieder frei kommt, ist das jedesmal wie eine plötzliche Erlösung. Erst seit die größten Verklebungen gelöst sind, kann er mich so dehnen (Schädel lang ziehen), dass auch der Atlas wieder einen korrekten stabilen Sitz findet.

Aktuell letzte Blutuntersuchung: LABOR-KLINISCH 11.03.21

Verwendete Tests: Westernblot, IgG-Elisa, LTT-Test
Homocystein i. Serum 23,2 umol/l
Triglyceride 172 mg/dl
CD3-CD57+-Zellen 6,7% (Norm 5,0-20.0)
(CD3-,CD57+)absolut 65,7 /ul Blut (Norm: 60,0-360,0)
Borrelien EIA (IgG) 36,5 U/ml
p100 IgG-AK positiv

Ich bin also immer noch nicht fertig. Nach diesen Werten habe ich noch eine Antibiose durchgeführt. Aktuell konzentriere ich mich auf die Darmsanierung, die Magensanierung und die Leberstärkung. Bin gespannt auf die nächste Untersuchung. Ich hab mehr Energie, kann besser denken, aber der Bereich des Zeckenbisses im Bereich des linken Schulter-Trapezius ist immer noch nicht in Ordnung und wirkt immer noch in den Nacken und den Arm. Die Physiotherapie wegen CMD zweimal die Woche mit Ultraschall und manuelle Physiotherapie sowie zweimal die Woche eine Stunde Faszientherapie, Eigenbehandlung mit Pneumatron (für die Elastizität der Fingerfaszien, bis endlich die Antibiose auch dorthin wirken wird), Nutzung der Faszienrolle bei Beschwerden unter der Woche sind immer noch wichtig und wertvoll.

Co-Infektionen

*Wahrscheinlich keine Coinfektionen (Stuhlproben und viele Parasiten im Blut negativ getestet)

Behandlungsansatz und Besserung

Mein Internist kontrolliert vierteljährlich meine Blutwerte und meine Symptome. Er verschreibt mir drei bis vier Antibiotika, die ich erst am Stück (über zwei Monate) und später im Intervall
(eine Woche nehmen, eine Woche Pause) nehmen soll. Er verschreibt ebenfalls (grünes Rezept) Nahrungsergänzungsmittel, um das Immunsystem, die Homocystein-Werte, Cholesterin, wieder zu normalisieren. Ebenso überwacht er die Schilddrüse und im Rahmen der Antibiosen kann ich L-Thyroxin wieder einschleichen. Er gibt mir Ernährungstipps (Verzicht auf Zucker, Fleisch, Milchprodukte). Über die Bedeutung von Gluten auf die Darmflora haben wir bisher nicht wirklich gesprochen. Anfänglich habe ich seine Tipps auch nicht so ernst genommen, wie es aber sinnvoll gewesen wäre.

Die manuelle Physiotherapie mit Ultraschall vorher (Borrelien mögen keine Hitze), Schröpfen, das die Faszien dehnt (ich hab mir ein Pneumatron 200 gekauft, um die Schröpfmassage auch zuhause selbst durchführen zu können), die Faszienrolle zur Massage der Faszien, Dehnübungen sind meine eigenen therapeutischen Ansätze. Über die Facebook Gruppe der Borreliose erfuhr ich von einem Online Kongress über chronische Infektionen wie Borreliose und erkannte, dass mein Darm inzwischen so geschädigt worden war, dass die Symptome eines Leaky Gut passten. Nun gelang es mir mit Heilerde, den Darm von der Schmiere zu befreien. Aber ganz in Ordnung ist der Stuhlgang noch nicht. Nun versuche ich eine OreganoÖl Kur mit OreganoÖl-Kapseln. Tatsächlich wirkt es wie eine Antibiose. Ich habe die typischen Weichteilrheuma-Beschwerden im linken Arm, spüre die Myogelosen am Occiput und die Schulter. Im Laufe dieser Therapie verschwinden die anfänglichen Beschwerden wieder. Es wirkt also tatsächlich wie eine Antibiose. Bin gespannt, was sich noch verändert.

Heute

Die harten Faszien-Stränge zur Wirbelsäule entlang des Trapezius blockieren sich nicht mehr gegenseitig, die Wirbelsäule erzeugt keine Beschwerden mehr. Aber der Occiput ist immer noch nicht ganz frei. Neue Myogelosen entstehen, lassen sich aber relativ leicht wieder beseitigen. Die letzte Antibiose musste ich wegen Magen-Darm-Beschwerden aussetzen.

Nun konzentriere ich mich erstmal auf die Magen-Darm-Sanierung mit Heilerde (Flohsamenschalen haben nichts gebracht), dann OreganoÖl und die Corona-Impfung mit BionTech, die ich gut vertragen habe. Leider ist mein Darm immer noch nicht in Ordnung trotz Nutzung von probiotischen Nahrungsmitteln und fermentierten Produkten. Ich hab keine Idee, was ich noch tun kann, außer einer extrem strengen glutenfreien Ernährung. Aktuell ernähre ich mich nur Gluten arm und Zuckerarm (Zucker nur durch Obst und Gemüse, keinen raffinierten Zucker, keine Süßigkeiten oder Kuchen oder süßer Latte Macciato).

Und wenn der Darm einigermaßen wieder in Ordnung ist (wohlgeformter Stuhlgang), dann werde ich noch eine weitere Antibiose anschließen, weil ich das Gefühl habe, dass immer noch nicht alles wieder gut ist (z.B.: immer noch keine normalen Schulterfaszien, Faszien in den Händen erzeugen auch noch Beschwerden) Vierteljährlich werde ich die Blutwerte weiter kontrollieren lassen und Antibiose bei Auftreten von Symptomen oder schlechteren Blutwerten wiederholen. Vielleicht reicht auch Einnahme von OreganoÖl, in monatlichen Abständen. Es wirkt wie eine Antibiose. Das ist meine neueste Beobachtung. Das muss ich aber erst ausprobieren. So einen Zusammenbruch, wie ich ihn 2014 hatte, will ich nie wieder erleben.

Empfehlungen

  • Auf Bauchgefühl hören
  • Jede Diagnose kritisch hinterfragen
  • Nicht jedem Arzt blind vertrauen – mit denken, Fragen stellen
  • Google nutzen
  • auf Darm Gesundheit achten
  • auf Lebergesundheit achten
  • Immunsystem stärken
  • Nahrungsergänzungsmittel nutzen
  • Achtsam leben
  • Entspannungstechniken nutzen (autogenes Training)
  • Neue Ideen und Perspektiven durch kostenlose Online Kongresse
  • eder Körper ist individuell verschieden, es gibt keine pauschalen Lösungen
  • Tabelle über Borreliose Spezialisten im Internet
  • Austausch suchen zu Selbsthilfegruppe / Facebookgruppe
  • Manuelle Physiotherapie
  • Chiropraktik

 Bild: Eine Zeichnung von Sabine Häusler, mit der sie ihren Schmerzen Ausdruck verliehen hat.