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Autor: Deutsches Chroniker Labor

Hyperthermie Kongress Berlin Deutsches Chroniker Labor Foto ThautImages fotolia

30.09.2017: Deutsches Chroniker Labor beim Hyperthermie-Symposium in Berlin

Am Sonnabend, 30. September, findet in Berlin das 8. Hyperthermie-Symposium der Deutschen Gesellschaft für Hyperthermie e.V. (DGHT) statt. Auch das Deutsche Chroniker Labor ist wieder beteiligt und unterstützt die Veranstaltung als Sponsor. Dr. Gerard Czech-Schmidt, Mikrobiologe des Labors, wird zudem einen Vortrag zum Thema „Serologischer Nachweis von Borrelien-Infektionen mit Fallbeispielen. B16+: eine Testkombination für problematische Borreliosefälle“ halten.

Hyperthermie eine nicht standardisiert Methode zur Behandlung von Krankheiten, hauptsächlich Krebs, bei der die betroffenen Organe oder Körperteile künstlich erhitzt werden. Durch diese Form der Therapie soll bei der Krebsbehandlung der Tumor empfindlicher gemacht werden, damit eine Chemo- oder Strahlentherapie besser wirkt. Die Methode wird seit vielen Jahren wissenschaftlich erforscht. Laut der Gesellschaft für Hyperthermie, ist „..das Wissen um die Hyperthermie in der Humanmedizin trotz immer besserer Studienlage und zunehmend erforschter Grundlagen (aber) ungenügend verbreitet.“

Deshalb strebt die DGHT einen vorurteilsfreien Wissensaustausch an. Das von ihr organisierte unabhängige Expertentreffen findet seit acht Jahren einmal jährlich statt. Während des Treffens tauschen erfahrene Hyperthermiker ihr Wissen auf dem Gebiet aus.

Auf dem Programm des Symposiums stehen zahlreiche Vorträge auf Deutsch und Englisch. Dabei wird die Hyperthermie auf unterschiedlichste Weise thematisiert. Unter anderem geht es auch um den Nachweis und die Behandlung von Borreliose, die verwendete Technik und zahlreiche Fallbeispiele.

Informationen zu dem Kongress und zur Anmeldung finden Sie auf der Website der Hyperthermie Gesellschaft www.hyperthermie-kongress.de

Symbolfoto Kongress. Foto: ThautImages/fotolia.comSymbolfoto Kongress. Foto: ThautImages/fotolia.com

Marco Haase Deutsches Chroniker Labor Zecken Borreliose Borreliosetest

DCL Erfolgsgeschichte: Borreliose-Kranke gründeten eigenes Labor

Die EVENTUS GmbH Wolfenbüttel Steuerberatungsgesellschaft veröffentlicht auf ihrer Website Erfolgsgeschichten von Unternehmen. Auch die Erfolgsgeschichte des Deutschen Chroniker Labors wurde dort erzählt. Jetzt können Sie sie hier nachlesen.

Borreliose-Kranke gründeten eigenes Labor

Als Patient bleibt oft nur das Vertrauen in die medizinischen Möglichkeiten und die richtige Diagnose von Ärzten. Doch was tun, wenn sich eine Krankheit zum Horrortrip entwickelt und das Vertrauen in Medizin und Ärzte zunehmend schwindet? Wenn man das Gefühl hat, nicht alle Möglichkeiten ausgeschöpft zu haben? Den 20-sten Arzt aufsuchen? Resignieren? Die an Borreliose Erkrankten Marco Haase und Ralf Baberski gingen einen wohl einmaligen Weg und gründeten kurzerhand ein Labor.

Je eher die Borreliose identifiziert wird, desto besser die Heilungsschancen

Denn gerade bei der Borreliose gilt: Je eher die Krankheit als solche identifiziert wird, desto größer die Heilungschancen. „Genau daran scheiterte es bei uns“, so Marco Haase. „Hätte man unsere Krankheit früher erkannt, wäre sie heute vermutlich nicht chronisch.“ Dabei wurde das Blut der beiden ausführlich im Labor getestet, auch auf Borrelien, wie die von Zecken übertragenen Bakterien genannt werden, die eine Borreliose auslösen können. „Die Labortests fielen jedoch negativ aus, obwohl sich später herausstellte, dass wir mit Borrelien infiziert sind“, so Haase.

Standard-Borreliosetests sind oft ungenau – diesem Problem wollten sie entgegenwirken

Dass die Standardtests ungenau seien, liege an der Beschaffenheit der Labortests und den Borrelien selbst, von denen es viele unterschiedliche Formen gebe. Eine einzige Zecke könne mehrere Borrelien-Arten übertragen. Zudem seien Borrelien Meister der Tarnung und könnten ihre Oberflächenstruktur im Körper verändern. Diese werde von Standardtest nicht erfasst. Die Folge seien falsche Testergebnisse. „Dieser unbefriedigenden Situation wollten wir entgegenwirken. Aufgrund unserer unzähligen Arztbesuche ahnten wir inzwischen, dass es möglich sein muss, wesentlich intensivere Borreliose-Tests durchzuführen“, erklärt Baberski.

2011 nahm das Deutsche Chroniker Labor seine Arbeit auf

Diese Ahnung ließ den beiden Männern keine Ruhe. Sie beschlossen, die Sache selbst in die Hand zu nehmen. Da bereits intensiver Kontakt zu Ärzten und Mikrobiologen bestand, war der Schritt zum eigenen Labor nicht mehr weit. 2011 nahm das Deutsche Chroniker Labor (DCL) in Sachsen-Anhalt seine Arbeit auf. Es ist das deutschlandweit wohl einzige Labor, das von Betroffenen gegründet wurde.

Borreliose und Co-Infektionen sind Schwerpunkte des Labors

Das medizinische Fachpersonal des Labors konzentriert sich, anders als Großlabore, fast ausschließlich auf die Feststellung von Borreliose und mit den Erregern einhergehende Co-Infektionen. „Bei unserem B16+-Test handelt es sich um eine ganze Testreihe, die wir durchführen, um festzustellen, ob Patienten an Borreliose erkrankt sind. Dadurch werden Fehldiagnosen drastisch reduziert“, erzählt Haase, der heute als Geschäftsführer des Labors fungiert.

Betroffene kommen aus aller Welt

Seit der Gründung vor fünf Jahren wurden im DCL tausende Tests durchgeführt. Inzwischen erreichen das Deutsche Chroniker Labor Einsendungen von Ärzten aus aller Welt. Marco Haase ist stolz auf das, was das Labor erreicht hat: „Wir können den Patienten nicht ihre Krankheit nehmen, aber wir können ihnen Gewissheit verschaffen, damit sie gemeinsam mit ihrem behandelnden Arzt die entsprechende Therapie einleiten können. Wir haben den Leidensweg hinter uns und wissen, wie es anderen Betroffenen ergeht. Die Gewissheit, ob eine Infektion vorliegt, ist der erste Schritt zur Besserung. Wir freuen uns, einen Teil dazu beitragen können.“

 Kontakt

Deutsches Chroniker Labor GmbH
Ziegeleistraße 3
06485 Quedlinburg/OT Gernrode
Telefon: 039485/ 668780
www.deutsches-chroniker-labor.de
www.facebook.com/DeutschesChronikerLabor/

Zecken Zeckenschutz im Urlaub Foto drubig photo fotolia

Nicht ohne Zeckenschutz in den Urlaub

Wer für diesen Sommer Urlaub in der Natur plant, sei es Wandern, Camping oder einfach nur Spaziergänge im Wald und Besuche im Schwimmbad, sollte an Zeckenschutz denken. Eine Zeckenzange, -karte etc. passt in jede Handtasche oder Rucksack. Auch die Ärztezeitung empfiehlt, den Urlaub mit Zeckenschutz zu planen.

Zu dem Artikel geht es hier.

Foto: drubig-photo/fotolia.com

19. -20. Mai 2017: 7. europäische Konferenz der „International Lyme and Associated Diseases Society“ in Paris

Vom 19. bis 20. Mai findet in Paris die 7. europäische Konferenz der „International Lyme and Associated Diseases Society“ (Internationale Gesellschaft für Lyme-Borreliose und dazugehörigen Krankheiten). Bei der Konferenz geht es hauptsächlich um die Diagnose und Behandlung durch Krankheiten, die von Zecken übertragen werden.

Infos gibt es hier (Englisch).

Haben Zecken einen Nutzen?

Der MDR beschäftigte sich kürzlich mit der interessanten Frage, ob Zecken einen Nutzen haben. Wozu sind sie da? Martin Schlegel, Professor für Molekulare Evolution und Systematik der Tiere an der Universität Leipzig lieferte eine Erklärung.

Den Beitrag dazu finden Sie hier.

Medien berichten von Rekordhoch bei Borreliose-Infektionen

Zecken Borreliose Borreliosetest Deutsches Chroniker Labor Foto Butch fotolia

 

 

 

 

 

 

 

 

Über die ersten warmen Tage in diesem Frühling konnten wir uns schon freuen – die Zecken allerdings auch. In diesem Frühjahr sind sie besonders aktiv. Wie mehrere Medien in Sachsen-Anhalt berichten, ist die Anzahl der Borreliose-Infektionen dort schon jetzt auf einem Rekordhoch. Allein von Januar bis März wurden dreimal so viele Borreliose-Erkrankungen gemeldet wie in 2016.

Doch nicht jede Infektion wird sofort festgestellt. Oft zeigen sich erst spät Symptome und werde dann häufig nicht mehr mit einem Zeckenstich in Verbindung gebracht. Eine Borreliose bleibt oft lange unentdeckt. Die Dunkelziffer der Infektionen ist daher vermutlich höher.

Experten raten deshalb zur Vorsicht. Angst vor Aufenthalten in der Natur muss man nicht haben, aber man sollte sich der Zeckenaktivität und der Gefahr einer Infektion durch einen Zeckenstich bewusst sein. Hohes Gras und Büsche oder ein Spaziergang abseits der Waldwege sollten deshalb möglichst vermieden werden. Zumindest sollte man nach einem Aufenthalt in der Natur den Körper und die Kleidung nach Zecken absuchen. Helle, geschlossene Kleidung hilft dabei. Wird eine Zecke entdeckt, muss diese umgehend mit einer Zeckenzange, – karte oder ähnlichen Hilfsmitteln entfernt werden.

Aktuelle Medienberichte zum Thema finden Sie im Folgenden:

Tag 24, 09.04.2017: „Zecken-Alarm in Sachsen-Anhalt! Borreliose breitet sich aus.“
Mitteldeutsche Zeitung, 08.04.2017: „Zeckengefahr im Saalekreis: Borreliose-Infektionen auf einem Rekordhoch.“
The Huffington Post: „Experten warnen: Eine von Zecken übertragene Krankheit ist auf dem Vormarsch – es gibt kaum einen Schutz davor.“
MDR Sachsen-Anhalt, 23.03.2017: „Viele Borreliose-Fälle in Sachsen-Anhalt.“
Volksstimme, 22.3.2017: „Zeckensaison: Deutlich mehr Borreliose-Fälle.“

Informationen zur Übertragung und den Symptomen von Borreliose finden Sie auf unserer Website hier.
Alles Wissenswerte über den B16+-Test, einem der genauesten Testverfahren zur Diagnose von Borreliose, finden Sie hier.

Foto: Butch/fotolia.com

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Antiparasitika, Berstein & Co.: Wie schütze ich meinen Hund vor Zecken?

Wer Hunde hat, kennt das Problem. Sie stöbern gerne herum, wälzen sich im Gras und fangen sich dabei regelmäßig Zecken ein. Was nicht jeder weiß: Zeckenstiche können auch bei Hunden zu ernsthaften Gesundheitsproblem führen.

Durch einen Zeckenstich können viele Krankheiten übertragen werden, zum Beispiel die Frühsommer-Meningo-Enzephalitis (FSME), Anaplasmose oder Babesiose. Am häufigsten verbreitet ist jedoch die Borreliose. Sie kann unter anderem dazu führen, dass der Hund lahmt und schwerfällig wirkt, Fieber bekommt oder an Appetitlosigkeit leidet.

 Wie kann man Hunde vor einer Infektion durch Zecken schützen?

Zunächst sollte der Vierbeiner regelmäßig auf Zecken untersucht werden. Meist lassen sie sich im Bereich des Kopfes, an den Schultern oder im Bereich des Nackens und der Brust nieder. Da die Spinnentierchen anfangs winzig klein sind, werden sie im dichten Fell des Hundes schnell übersehen und häufig erst entdeckt, wenn sie sich bereits mit Blut vollgesaugt haben. Je länger die Zecke am Tier verbleibt, desto größer wird das Infektionsrisiko.

Zeckenschutzmittel und -halsbänder

Häufig wird deshalb auf Zeckenschutzmittel zurückgegriffen. Dazu gehören sogenannte Spont-on-Präparate, die im Nackenbereich des Tieres aufgetragen werden, oder Halsbänder mit Antiparasitika. Beide enthalten chemische Substanzen, die eine Übertragung von gefährlichen Erregern verhindern sollen, indem sie die Zecke abtöten, nachdem diese gestochen und mit dem Blutsaugen begonnen hat. Um ihre Wirkung effektiv entfalten zu können, müssen sie jedoch regelmäßig und ausreichend angewendet werden.

Bernsteinketten als Zeckenschutz für den Vierbeiner

Weniger bekannt ist die Verwendung von Bernstein-Halsbändern für Hunde. Sie werden vor allem von jenen Hundebesitzern verwendet, die auf einen natürlichen Schutz für ihren Vierbeiner setzen. Die
Bernsteinketten aus unpoliertem Bernstein sollen durch Reibung zwischen Fell und Bernstein Terpene freisetzen, die Parasiten abschrecken. Terpene gehören zu den Kohlenstoff-Wasserstoffverbindungen, die sowohl in Arzneistoffen als auch in Kosmetika und Insektiziden zum Einsatz kommen. Ob die Bernsteinketten effektiv vor Zecken schützen, ist, genau wie die Verwendung von Kokosöl, umstritten. Doch immer mehr Hundebesitzer probieren diese natürliche Form des Zeckenschutzes.

Borreliose-Impfung für Hunde

Eine weitere Möglichkeit ist die Zecken- beziehungsweise Borreliose-Impfung. Anders als bei Menschen, für die es lediglich eine Impfung gegen FSME gibt, ist bei Hunden eine Impfung gegen Borreliose möglich. Allerdings verhindert diese nur die Übertragung der Borrelien, nicht aber die Übertragung anderer Krankheiten oder gar den Zeckenstich selbst. Auch die Wirkung der Impfung ist strittig. Kritisiert wird, dass die Impfung den Hund nicht gegen alle verbreiteten Arten von Borreliose-Erregern schützt und die Gefahr einer Erkrankung weiterhin besteht.

Welche Methode zum Schutz vor Zecken die richtige ist, sollten Hundebesitzer individuell entscheiden, da jedes Tier anders reagieren kann. Empfehlenswert ist, zusätzlich zu der verwendeten Methode das Tier regelmäßig auf Zecken zu untersuchen, um die Wirksamkeit des Anti-Zecken-Mittels zu überprüfen. Sollte sich dennoch Zecken an dem Tier festgesaugt haben, müssen diese möglichst sanft mit einer Zeckenzange, – Karte oder dem sogenannten „Nymphia“ entfernt werden.

Auch wichtig: nicht nur für das Tier können durch Zecken übertragene Viren zu ernsthaften Krankheiten führen. Auch Hundebesitzer selbst sollten sich regelmäßig auf Zecken kontrollieren, da sich diese beim Spaziergang in der Natur oder beim Kuscheln mit dem Vierbeiner auch auf Herrchen und Frauchen niederlassen können.

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Zika-Virus-Infektionen: Das Deutsche Chroniker Labor führt ab sofort Untersuchungen zur Diagnose durch

Der Überträger des Zika-Virus ist die in allen tropischen und subtropischen Gebieten Afrikas, Asiens und des Pazifischen Ozeans vorkommende Aedes aegypti Mücke. Inzwischen kommt es zu einer starken Ausbreitung der Mücke und somit der Zika-Virus-Infektionen in über 40 Ländern in Süd- und Mittelamerika. Mittlerweile werden auch die ersten Fälle in Florida registriert, die ebenfalls auf eine Infektion durch einen Mückenstich zurückzuführen sind.

In Deutschland sind in der letzten Zeit Infektionsfälle bei Reiserückkehrern diagnostiziert worden. Eine Ausbreitung der Infektion ist in Deutschland derzeit hauptsächlich durch Geschlechtsverkehr infizierter Rückkehrer und perinatale Infektionen zu erwarten. (Es wird vermutet, dass auch die bis in gemäßigte Breiten vorkommende Asiatische Tigermücke übertragungskompetent ist.) Um die Infektionsfälle in Deutschland überwachen zu können, gibt es seit Mai 2016 eine Meldepflicht.

Symptome des Zika-Virus

Eine Zika-Virus-Infektion verläuft bei ca. 80% der infizierten Personen asymptomatisch. Zu den Symptomen der nach ca. 3 – 12 Tagen nach der Infektion Erkrankten zählen: Hautausschlag, Fieber, Bindehautentzündung, Kopf- und Gelenkschmerzen und Erschöpfung.

Diagnose des Zika-Virus

Der direkte Nachweis der Infektion im Blut ist maximal bis 7 Tage nach Auftreten der Symptome möglich, so dass zum späteren Zeitpunkt der Nachweis spezifischer IgG- und IgM-Antikörper, die ab dem ca. 5. Tag nach der Infektion nachweisbar sind, zu empfehlen ist.

Bei den von uns angebotenen Tests handelt es sich um Immunfluoreszenztests, mit denen spezifische IgG- und IgM-Antikörper im Blut nachgewiesen werden können.
Wir bieten an:

1. Nachweis von IgG- und IgM-Antikörpern gegen Zika-Virus

2. Nachweis von IgG- und IgM-Anitkörpern gegen Zika-, Dengue- und Chikungunya-Virus (Alle drei Virus-Infektionen verursachen ähnliche Krankheitssymptome.)

Laden Sie sich jetzt hier den Laborauftrag herunter.

Foto: European Centre for Disease Prevention and Control

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Der Frühling lockt Zecken aus ihren Verstecken

Wenn nach einem langen Winter die Sonne wieder öfter scheint, die Temperaturen steigen und es draußen grünt und blüht, treibt es nicht nur uns Menschen raus in die Natur. Sobald die Temperaturen an mehreren aufeinanderfolgenden Tagen zwischen 8 °C und 10 °C liegen, werden auch die Zecken aktiv.

Sie halten sich nicht, wie oft falsch angenommen wird, auf Bäumen auf und lassen sich von dort auf ihre Opfer herabfallen, sondern tummeln sich hauptsächlich am Wegesrand im Gras, auf Sträuchern oder in Hecken und warten. Und sie haben Zeit; sie können jahrelang auf die Blutmahlzeit warten, die sie für die einzelnen Entwicklungsschritte von Larve über die Nymphe zum geschlechtsreifen Tier brauchen.

Zecken erkennen potenziellen Wirt an Geruch und Bodenbewegungen

Zecken erkennen ihren potenziellen Wirt hauptsächlich am Geruch bzw. an leichten Bodenbewegungen, die er beim Gehen auslöst, und wechseln blitzschnell ihre Stellung von der Ruhe- in die Lauer-Position. Beim Vorbeistreifen haften sie sich wie eine Klette an den Wirt an und beginnen mit der Suche nach einer passenden Stelle zum Blutsaugen. Meist wählen sie dafür gut durchblutete Stellen des Körpers, wie die Kniekehlen, den Brustbereich oder den Nacken aus. Die gefundene Stelle wird betäubt, so dass sie ungestört stundenlang saugen können und oft nur durch Zufall entdeckt werden.

Zecken übertragen nicht nur Borreliose

Dabei ist gerade bei Zecken besondere Vorsicht geboten. Viele der Tiere können gefährliche Krankheitserreger übertragen. Zu den bekanntesten zählen das Frühsommer-Meningoenzephalitis-Virus (FSME) und die Borrelien-Bakterien. Während gegen FSME in Risikogebieten eine Schutzimpfung empfohlen werden kann, ist man einer Borrelien-Infektion schutzlos ausgeliefert.

Eine Borrelien-Infektion kann lange unentdeckt bleiben. Bei nur etwa der Hälfte aller betroffenen Menschen tritt nach einer Infektion eine sogenannte Wanderröte auf, die ein eindeutiges Zeichen für eine Borrelien-Infektion ist. Andere zeigen lange Zeit keinerlei Anzeichen einer Infektion mit Borrelien auf. Erst zu einem späteren Zeitpunkt (oft erst nach Jahren) können verschiedenste Symptome auftreten, deren Ursache dann meist unklar ist.

Bei einer Borreliose können fast alle Organe können betroffen sein

Da es sich bei einer Borreliose um eine sogenannte Multisystemerkrankung handelt, können fast alle menschlichen Organe betroffen sein. Die Symptome reichen von Fieber, über Arthritis und Erschöpfungszustände bis zu neurologischen Ausfallerscheinungen. Es ist darum wichtig, sich so gut wie möglich vor Zecken zu schützen. Empfohlen wird, sich möglichst nicht in hohem Gras aufzuhalten, geschlossene helle Kleidung zu tragen, insektenabweisende Mittel zu nutzen und vor allem, nach dem Aufenthalt in der Natur den Körper gründlich nach Zecken abzusuchen.

Zecken sollten sofort fachgerecht vom Körper entfernt werden

Wird eine saugende Zecke am Körper entdeckt, sollte sie möglichst schnell fachgerecht entfernt werden. Wird in den folgenden Wochen eine Wanderröte festgestellt, ist die sofortige Einleitung einer antibiotischen Therapie empfohlen. Tritt die Wanderröte nicht auf, sollte eine Blutuntersuchung durchgeführt werden, um eine mögliche Borrelien-Infektion auszuschließen. Das Deutsche Chroniker Labor bietet mit dem B16+ Test einen der verlässlichsten Borreliose-Tests an, die derzeit auf dem Markt erhältlich sind. Unsere Erfahrungen zeigen, dass schon zwischen der zweiten und dritten Woche nach dem Zeckenkontakt eine Infektion mit B16+ nachgewiesen werden kann.

Nähere Informationen zum Test finden Sie auf: www.deutsches-chroniker-labor.de.
Als Betroffene können Sie uns auch gerne anrufen, um die weitere Vorgehensweise zu klären.

(Quelle Foto: Michael Tieck/Fotolia.de)

 

Kongress zuerich Laborstand

Kongressbesuche und Gründung eines Borreliose-Arbeiskreises

Am 5. März fand im Universitätsspital Zürich der 13. Jahreskongress der Swiss Society for Anti Aging Medicine and Prevention (SSAAMP) zum Thema „Better Aging“ statt.

Hier ist es zu einem Treffen des DCL-Geschäftsführers, Marco Haase, mit Vertretern der Intersyn AG Arzneimittel in Liechtenstein gekommen. Das Deutsche Chroniker Labor und das Liechtensteiner Labor wollen ihre Zusammenarbeit auf dem Gebiet der Schwermetallanalytik intensivieren.

Ziel dieser Kooperation ist es, Borreliose-Patienten auch eine adäquate Schwermetall Analytik anbieten zu können. Somit soll nicht nur der Nachweis einer Borrelien-Infektion, sondern auch eine mögliche Schwermetallbelastung, die den Erfolg einer Therapie negativ beeinflussen kann, ermöglicht werden.

Vom 11. bis 12. März fanden die Erfurter Borreliose-Tage der Deutschen Borreliose-Gesellschaft statt. Diese Jahrestagung stand im Zeichen des 35. Jahrestages der Entdeckung der Borrelia burgdorferi durch Willy Burgdorfer.

Auf Initiative der Deutschen Borreliose-Gesellschaft in Kooperation mit der Universität Ulm wurde ein Borreliose-Arbeitskreis gegründet.

In einer angestrebten interdisziplinären Studie sollen u.a. die vielschichtigen Testmethoden analysiert werden.

Das Deutsche Chroniker Labor soll mit seinen serologischen Untersuchungsmethoden maßgeblich an dieser Studie beteiligt sein.

Wir werden zu gegebener Zeit über die Ergebnisse dieser Studie berichten.