Auto-Immun-Erkrankungen als Folge von Borreliose

Neben diversen Co-Infektionen, die zusammen mit Borrelien von Zecken übertragen werden können, kann es als Folge einer Borreliose zu einer Autoimmunerkrankung kommen.

Eine langanhaltende Borreliose kann im Körper Gewebeschäden und Entzündungen verursachen, die vielfältige Beschwerden auslösen. Mit zunehmender Dauer der Infektion wird der menschliche Körper extrem belastet. Das Immunsystem wird geschwächt.

Das Immunsystem ist ein Schutzmechanismus des Körpers.  Es kann zwischen gutem und schädlichem Eiweiß im Körper unterscheiden. Funktioniert es, produziert es Abwehrzellen, die bösartige "Eindringlinge" erkennen und bekämpfen. Diese Fähigkeit heißt Immuntoleranz. Wird diese Fähigkeit aber geschwächt oder fällt aus, kann es zu einer Autoimmunerkrankung kommen. Statt ihn zu schützen, greift das Immunsystem nun den Körper an. Das körpereigene Gewebe wird fälschlicherweise als Fremdkörper bekämpft. Es kommt zu schweren Entzündungen.

Autoimmunerkrankungen sind unter anderem Multiple Sklerose (MS), Hashimoto (eine Form der Schilddrüsenerkrankung), Typ-1-Diabetis und Rheuma. Insgesamt zählen rund 65 Krankheiten zu den Autoimmunkrankheiten.

Wie sie genau entstehen, wissen Ärzte noch nicht. Als Gründe werden unter anderem genetische Faktoren gesehen, aber auch äußere Einflüsse können eine Rolle spielen - Belastungen durch Schwermetalle, Chemikalien, Schimmel, Antibiotika-Rückstände oder auch Stress. Auch Borrelien schwächen das Immunsystem wodurch sich die Auswirkungen der Borreliose auf den Körper noch verstärken bis die Borreliose in eine chronische Erkrankung übergeht. Die zur Bekämpfung der Borrelien nötige Antibiotikum-Kur belastet Körper und System zusätzlich. Beide sind jetzt so geschwächt, dass sich daraus als Folgeschäden Autoimmunerkrankungen entwickeln, unter denen Betroffene dauerhaft leiden. Die Behandlung der Symptome kann zu deren Linderung führen. Eine Heilung gibt es nicht.

Da es einen Zusammenhang zwischen chronischer Borreliose und Autoimmunerkrankungen gibt und sie einander bedingen können, untersucht das Deutsche Chroniker Labor seit 2013 die eingehenden Laboraufträge bei Bedarf auch auf diese Krankheiten.

 

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