Ein spezialisierter Bluttest war der Schlüssel zum Erfolg
Borreliose wird oft übersehen – vor allem, wenn typische Anzeichen wie der Zeckenstich oder die Wanderröte fehlen. Tina erzählt hier ihre persönliche Geschichte: von rätselhaften Symptomen, langen Arztwegen und der Erleichterung einer späten, aber klaren Diagnose.
Schleichender Beginn mit schwer zu deutenden Symptomen
Bei Tina begann alles mit plötzlichen Schwindelattacken. Kurz darauf kam ein Kribbeln im linken Arm hinzu. Einen Zeckenstich hatte sie nie bemerkt, auch die typische Wanderröte trat nicht auf. Ihr Körper fühlte sich, wie sie sagt, „in der Mitte durchgeschnitten an – links war alles kaputt“. Schon alltägliche Tätigkeiten wie Haareföhnen verursachten starke Schmerzen. Das Kribbeln breitete sich auf die Finger und den Kopf aus – fast ausschließlich auf der linken Körperhälfte.
Die Ursache blieb zunächst unklar. Da keine klassischen Borreliose-Merkmale vorhanden waren, wurde die Erkrankung lange nicht erkannt. Ihr Arzt vermutet heute, dass eine Mücke Überträger gewesen sein könnte – ein seltener, aber nicht unmöglicher Infektionsweg.
Diagnose nach drei Monaten – dank spezieller Infektionsserologie
Erst im März 2024 suchte Tina ärztliche Hilfe – zu diesem Zeitpunkt hielten die Symptome bereits zwei Wochen an. Über ihren Hausarzt wurde sie in ein Krankenhaus überwiesen. Dort wurden ein MRT, eine Hirnwasseruntersuchung (Liquorpunktion) und ein spezialisierter Bluttest zur Infektionsserologie durchgeführt. Das Ergebnis: Borrelien-IgM positiv (++). Die Diagnose kam im Mai 2024 – rund drei Monate nach den ersten Beschwerden. Co-Infektionen wurden bei ihr nicht festgestellt.
Die Therapie erfolgte mit einer dreiwöchigen Antibiotikabehandlung. Bereits nach wenigen Tagen – etwa zwischen dem dritten und fünften Tag – stellte sich eine spürbare Besserung ein.
Heute geht es besser – aber nicht spurlos vorbei
Tina berichtet, dass es ihr heute deutlich besser geht, wenngleich sie die Erkrankung nicht ganz ohne Folgen überstanden hat. Vor allem der linke Arm erinnert sie noch an diese Zeit. Dennoch ist sie erleichtert, wieder ein Stück Normalität zurückgewonnen zu haben.
Ihr Appell an andere Betroffene ist klar und eindringlich: „Besteht auf einen spezialisierten Bluttest. Das war bei mir der Schlüssel zur Diagnose.“
Tinas Geschichte zeigt: Auch ohne sichtbaren Zeckenstich kann Borreliose vorliegen. Entscheidend ist, dranzubleiben, sich nicht abspeisen zu lassen – und gezielte Tests einzufordern, wenn Symptome auf eine Infektion hindeuten.
Vermuten Sie selbst eine Borreliose oder eine Co-Infektion?
Dann informieren Sie sich über unsere modernen Diagnoseverfahren beim Deutschen Chroniker Labor (DCL) – wir stehen dir mit fundierter Diagnostik und langjähriger Erfahrung zur Seite.