Autismus, ADHS und Borreliose: Henrys Weg zu mehr Stabilität
Henry erhielt vor vielen Jahren die Diagnosen Autismus und ADHS. Für seine Eltern waren diese Diagnosen wichtig, um sein Verhalten besser einordnen zu können. Gleichzeitig hatten sie über lange Zeit das Gefühl, dass zusätzlich körperliche Belastungen eine Rolle spielen könnten. In diesem Erfahrungsbericht schildern sie ihren Weg mit Mykotoxinen, Darmdysbiose, chronischer Lyme-Borreliose und Co-Infektionen wie Bartonella.
Erste Diagnosen – und der Verdacht, dass mehr dahintersteckt
Mein Sohn Henry erhielt vor vielen Jahren die Diagnosen Autismus und ADHS. Diese Diagnosen haben uns zunächst geholfen, sein Verhalten besser einzuordnen. Gleichzeitig hatten wir als Eltern aber immer das Gefühl, dass bei ihm zusätzlich körperlich etwas nicht im Gleichgewicht war.
Körperliche Auffälligkeiten neben neurodivergenten Merkmalen
Über lange Zeit zeigten sich neben den typischen neurodivergenten Merkmalen auch wiederkehrende körperliche Auffälligkeiten wie dunkle Augenringe, Nasenbluten, Tics, Verdauungsprobleme und eine allgemein wechselhafte Belastbarkeit. Besonders schwer waren für uns Phasen mit massiven Ausrastern und Selbstverletzungstendenzen, bei denen er mit dem Kopf gegen Gegenstände schlug. Uns wurde häufig erklärt, dass solche Verhaltensweisen zum autistischen Spektrum gehören können. Trotzdem fühlte es sich für uns nicht vollständig stimmig an, diese Symptome ausschließlich damit zu erklären.
Mykotoxine, Darmdysbiose, Borreliose und Co-Infektionen
Wir begannen daher, weiterzusuchen und auch körperliche Ursachen ernst zu nehmen. Durch verschiedene Untersuchungen stießen wir schließlich auf mehrere relevante Belastungsfaktoren: eine massive Mykotoxinbelastung, eine deutliche Darmdysbiose, chronisches Lyme-Borreliose sowie verschiedene Co-Infektionen, unter anderem Bartonella. Zusätzlich zeigte sich, dass Henry nicht nur belastet war, sondern offenbar auch mit Schimmel kolonisiert war — sowohl im Darm als auch im Bereich der Nebenhöhlen.
Der lange Weg der Behandlung
Der längste und schwierigste Teil war für uns die Behandlung der Mykotoxinbelastung und der Schimmelkolonisation. Erst als sein Körper in diesem Bereich stabiler wurde und der Darm besser unterstützt war, konnten wir uns gezielter dem Thema Lyme-Borreliose und den Co-Infektionen widmen. Dieser Weg war lang, kleinschrittig und nicht linear. Es gab immer wieder Rückschritte, besonders nach Infekten oder stärkeren Belastungsphasen.
Veränderungen, die vorher dem Autismus zugeschrieben wurden
Im Verlauf der Behandlung bemerkten wir jedoch, dass sich viele Symptome veränderten, die vorher ausschließlich dem Autismus zugeschrieben worden waren. Henry ist natürlich weiterhin Autist — und das ist ein Teil von ihm. Gleichzeitig verbesserten sich seine Konzentration, seine kognitive Belastbarkeit und seine schulische Entwicklung deutlich. Er kommt heute in der Schule gut mit und hat in vielen Bereichen aufgeholt.
Bartonella, SOT/Q-REstrain und Buhner-Kräutertherapie
Seit einiger Zeit behandeln wir gezielt die Co-Infektion Bartonella mit SOT/Q-REstrain in Kombination mit einer Buhner-Kräutertherapie. Auch hier sehen wir deutliche Veränderungen, besonders bei seinen Ausrastern und seiner emotionalen Regulation. Die Intensität dieser Phasen hat sich spürbar verändert, was für uns als Familie eine enorme Erleichterung ist.
Nicht bei Autismus und ADHS stehenbleiben
Für uns war und ist dieser Weg nicht einfach. Henry hat weiterhin Unterstützungs- und Therapiebedarf, und es gibt nach wie vor sensible Phasen, in denen sein System schnell überfordert ist. Aber wir sehen heute viel klarer, dass es sich gelohnt hat, nicht bei den Diagnosen Autismus und ADHS stehenzubleiben.
Körperliche Belastungen bei komplexen Kindern mitdenken
Unsere Erfahrung ist: Bei komplexen Kindern kann es sehr wichtig sein, auch körperliche Belastungen wie Mykotoxine, Darmdysbiose, chronische Infektionen, Lyme-Borreliose und Co-Infektionen wie Bartonella mitzudenken. Nicht, um Autismus „wegzuerklären“, sondern um dem Kind die bestmögliche körperliche Grundlage zu geben.
Mehr Lebensqualität, Stabilität und Selbstständigkeit
Heute blicken wir deutlich positiver in die Zukunft. Unser größter Wunsch ist, Henry so gut zu unterstützen, dass er mehr Lebensqualität, mehr Stabilität und langfristig so viel Selbstständigkeit wie möglich erreichen kann.